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Was man alles mit einem Vizsla Namens Maxim erlebt, wie der Alltag
funktioniert und was
er für Ueberraschungen bringt, ist hier zu lesen.
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Mit 6 1/4 Jahren
Januar 2012
Unschöne Bissverletzung
Das Pech schlug im Dezember gleich doppelt zu. Erst wurden wir von einem Schäferhund attackiert und dann kam kurz vor Weihnachten noch eine Bissverletzung dazu, die eine Vollnarkose nötig machte. Aber der Reihe nach.
Wir waren in der Adventszeit am späteren Nachmittag auf dem Heimweg als es bereits eindunkelte. Es war auch schon zehn nach fünf Uhr. Auf der Weggabelung 300 Meter von unserem Zuhause entfernt, standen am Waldrand drei Personen mit zwei Hunden. Sie unterhielten sich und schauten mir zu, als ich Maxim an die Leine nahm. Der eine Hund kannte ich und war mir schon negativ aufgefallen. Ich suchte den möglichst grössten Abstand, um an der Grppe vorbei zu gehen und überlegte mir gerade, zusätzlich über die Wiese auszuweichen – zu spät. Der Schäferhund riss sich samt Leine los und attackierte uns frontal. Ich war fürchterlich erschrocken ab den entblösten Zähnen und dem drohenden Getöse. Ich versuchte noch, mein korrekt an der Leine Fuss-laufender Maxim hinter mich zu bringen und lag selber bald am Boden. Der Überfall kam mir ewig vor, bis der Schäferhund ablies. Es hat mir fast die Sprache verschlagen. Noch mehr enttäuscht war ich ob der menschlichen Reaktion. Die Besitzerin wollte mir nicht einmal ihren Namen verraten und hat sich auch nicht entschuldigt. Ich war fassungslos über diesen beschämenden Charakter.
Erst zu Hause bei Licht habe ich bei Maxim die Verletzung – ein Loch im Rippenbogen – entdeckt. Gottseidank war diese Verletzung nicht tief. Meine Schulter schmerzte vom Sturz noch 1 Woche, ist nun aber wieder ok. Mittlerweile habe ich dank guten Kontakten und Unterstützung den Wohnort dieser Hundehalterin herausgefunden. Sie tut in Zukunft gut daran, mir nicht mehr zu begegnen.
Doch der Kontakt mit einem Rudel am 21. Dezember ging leider nicht so glimpflich aus. Eine Person mit vier Hunden, davon einer angeleint, kam uns auf dem Waldweg entgegen. Nichts deutete darauf hin, dass ich Maxim an die Leine nehmen sollte. Auch meldete die Hundehalterin weder, dass Ihre Hunde mühe mit Fremden haben, noch dass der angeleinte Hund Probleme machen könnte. Wir sind so unvoreingenommen direkt ins offene Messer gelaufen.
In ca. 15 Meter Entfernung verharrte Maxim – rassetypisch für einen Vorstehhund – und ging dann ganz aufgeschlossen zu den uns fremden Hunden hin. Und nun können Sie sich sicher vorstellen, was passierte – der angeleinte Hund bellte und gleichzeitig kippte die Stimmung im Rudel. Die mittelgrosse, braune Hündin in Front wurde sofort agressiv, vertrieb Maxim kurz aber heftig und muss ihn wohl gebissen haben, als er bereits wich. Ein zweiter, kleiner Hund liess sich von der Stimmung mitreissen und half mein Vertreiben mit. Maxim wehrte sich nicht und liess sich auf keinen Streit ein, sondern floh in den sicheren Wald und kam in einem Bogen zu mir zurück. Ich lief rassig vorwärts um möglichst schnell Distanz zur Gruppe zu gewinnen. Die Bisswunde sah ich erst, als Maxim bei mir Schutz suchte.
Um die Wunde ausreichend zu säubern und gut zu nähen, war eine Vollnarkose nötig. Nicht gerade das, was man vor Weihnachten und in der Haupttrüffelzeit sich wünschte. Das Trüffeln für die Festtage war dann auch fast gelaufen. Wichtiger war nun, dass Maxim sich gut von der Narkose erholte und die Wunde ohne Probleme verheilte. Natürlich halfen da Antibiotika, Entzündungshemmer und Schwerzmittel. Maxims professionelle Nase und die Konzentration waren dann auch eine gute Woche eingeschränkt. Aber ich glaube, hätte ich eine Vollnarkose, würde ich wohl danach auch keine Glanzleistungen erbringen können.
Seelisch hat der Dezember seine Spuren hinterlassen. Und das ist es auch, was mich am meisten ärgert. Maxim zeigt sich jetzt ängstlich gegenüber fremden Hunden. Nun arbeiten wir daran, wieder Vertrauen und sicheres Verhalten zurück zu gewinnen. Auch als Arbeits- und Sporthund ist dies einfach notwenig.
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Toller Trainingstag im Schnee
Kommen wir doch zum Positiven. Die Gelegenheit mit Redog-Mitgliedern beim Lawinenhunde-Training mit zu machen, lies ich mir nicht entgehen. Und so genossen wir am Samstag 14. Januar bei strahlendem Sonnenschein einen grossartigen Trainingstag im Schnee.
Nicht anders zu erwarten, war die Anspannung beim Maxim gross, als er die Trainingskollegen sah. Doch diese waren alle perfekt sozialisiert und die Nervosität baute sich schnell ab. Alles im grünen Bereich und die Vorfreude aufs Training im Schnee obsiegte.
Maxim war überraschend schnell wieder in der Verschütteten-Suche drin, obwohl wir seit vier Jahren diese Disziplin nicht mehr trainierten. Gelernt ist eben gelernt. Am Nachmittag machten wir die Aufgabe noch etwas schwieriger. Der erste Figurant wurde nur angezeigt und durfte nicht freigebuddelt werden, also kein belohnender Kontakt mit dem Figuranten im Loch. Anschliessend musste er weiter suchen, ohne an dieselbe Fundstelle zurück zu kehren. Der Figurant blieb wie an der Prüfung für den nächsten unter Schnee. Ich war sehr erstaunt, wie gut Maxim das konnte und sich perfekt vom Loch löste.
Als Figurant darf man bei der Lawinensuche keine Platzangst haben. Obwohl die Löcher meist «konfortabel» gross sind. Schliesslich muss der Hund Platz zum wenden haben, damit er wieder raus klettern kann. Doch wenn man 30 Min. und länger regungslos im Schnee liegt, kricht die Kälte auch durch die beste Winterkleidung. Aber das gehört eben zum Training im Schnee dazu. |
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Mit 6 1/4 Jahren
Januar 2012
Ein Sommer und Herbst mit viel Sanitätshundesport
Wir haben uns an die SanH-Prüfung gewagt und viel gewonnen aber auch verloren. Da waren diese vielen positiven Eindrücke vom 1. Mai und 2. Juli. Maxim arbeitete wunderbar und zeigte eine tolle Revierarbeit. Die Unterordnung war durchschnittlich aber auch sehr ok. Beide Prüfungen schlossen wir mit «sehr gut» und 279 sowie 285 von max. 300 Punkten ab. Siehe die Berichte 1. Mai und 2. Juli
Und dann wollte es in St. Moritz überhaupt nicht gelingen. Wir hatten mit der Richterin nicht gerade ideale Bedingungen. Das letzte Mal kamen wir bei Ihr nicht gut weg. Ihre Vorstellungen und Erwartungen einer gelungenen Unterordnung entsprichen wohl eher einer Militär-Parade. Jedenfalls nicht das, was mein Jagdhund zu zeigen vermag. Aber wir waren guter Dinge und Maxim etwas übermotivert und zappellig.
Der nass-kalte Boden brauchte beim Platz Doppelkomandos und beim Kriechen mogelte Maxim die ersten 2 Meter und war anschliessend nicht ganz am Boden – nicht wertbar, meinte die Richterin und zog uns 9 Punkte ab. Die passable Vorstellung gab eine miserable Schlussnote mit 73 P. Schade und enttäuschend, eigentlich war die Prüfung für uns schon gelaufen und so betrachtete ich die bevorstehende Revierarbeit als gute Übung.
Vor dem SaniH-Revier sollte Maxim nicht zu lange herumstehen, er erträgt das Warten nicht und wird nervös. So schaute ich genau auf die Uhr als die vor uns Startende ins Revier gerufen wurde. Sie brauchte dann doch etwas länger als von mir kalkuliert und ich war froh als man uns in den Warteraum rief. Maxim war voller Vorfreude. Prompt winkte man uns ins Revier und ich zog Maxim die Schabracke an und hängte den Bringsel ein. Für ihn das Startzeichen für die Sucharbeit. Auf halben Weg zum Start wurden wir leider wieder gestopt. Die Richterin wolle doch erst noch eine Zigaretten- und Kaffee-Pause machen und wir mussten wieder in den Warteraum zurück – mist. Maxim verstand jetzt die Welt nicht mehr und das Umkehren und die zusätzlichen 5 Minunten brachten ihn total aus dem Konzept.
Als es schlussendlich los ging hatte er ein komplettes Black-out, war desorientiert und seine Nerven flatterten. Er kam nicht in die Revierarbeit, blieb immer wieder fragend-jammernd stehen. Als er zum zweiten mal beim Suchkomando den Bringsel aufnahm brach ich die Prüfung ab. Ich wusste genau, dass er in dieser Verfassung nicht mehr in die Arbeit findet. Nur ein von mir vorgelaufenen Suchschlag hätte ihm helfen können, was an einer Prüfung natürlich nicht möglich ist.
Für mich war das eine schmerzliche und frustrierende Prüfungs-Erfahrung. Es ist einfach jedesmal sehr schade, wenn Maxim das Gelernte an einer Prüfung nicht umsetzen kann und ich machtlos daneben stehe.
Nach Prüfungsende gingen wir nochmals ins Revier und ich lief Maxim den ersten Schlag vor. Und siehe da, er zeigte danach eine hochmotiverte und perfekte Sucharbeit. |
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Mitten in der Trüffelsaison
Und es gibt nur wenige. Es hatte 6 Wochen nicht mehr geregnet und der Waldboden war staubtrocken und hart wie Beton. Maxim fand das nicht lustig und suchte mit vollem Eifer weiter. Denn der Boden richt nach Herbst, demnach sollte es doch Trüffel haben. Nun der Regen und die nötige Kälte bringt nun Entspannung. Es ist eben die Natur und der Mensch braucht Geduld. Das ist auch gut so.
Die Medien berichteten diesen Herbst öfters über die Trüffelsuche in hiesigen Wäldern und es verwundert nicht, dass dies nun einige auch ausprobieren wollen. Der Hund lernt ja bekanntlich schnell, nur der Hundeführer nicht immer. So ist beim Trüffeln das allerwichtigste, dass der Mensch lernt, wann der Hund beim Scharren zu stoppen ist, um die Knolle selber behutsam aus dem Boden zu holen. Denn die Feinwurzeln sollten keinesfalls verletzt werden. Ebenso wichtig ist das saubere zudecken und verschliessen jedes Lochs, denn sonst trocknen die Wurzeln aus und es ist für immer vorbei mit Trüffel finden an diesem Platz.
Bevor man den Hund an den Trüffelgeruch heran führt, sind einige Fragen, die man sich ehrlich selber stellen sollte, sicher sindvoll und angebracht:
- Macht es mir nichts aus, auch bei regnerisch und kaltem Wetter auf den dreckigen Waldboden zu knien und in der Erde zu wühlen, schmutzige Kleider und klamm-gefrorene Finger inklusive.
- Bin ich gesundheitlich fitt mich immer wieder zu bücken und hinzuknien – wie bei der Gartenarbeit beim Blumenzwiebel setzen. Bedenken Sie, die Trüffel sind im Durchschnitt nur ca. 30 g schwer. Bis Sie da eine erträgliche Menge zusammen haben, suchen Sie lange und sind dementsprechend viel auf den Knien am Boden.
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Bin ich bereit, immer wenn der Hund scharrt diesem nach zu gehen und das Loch wieder zu verschliessen, auch wenn mir jetzt gerade die Lust oder Zeit fehlt, oder wir nichts gefunden haben. (Trüffel können winzig sein und gerne vom Hund beim Scharren nach hinten spicken, wo man sie im Laub kaum mehr findet).
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Hat mein Hund ein guter Gehorsam und lässt sich von Wild oder Wildspuren nicht ablenken.
- Gibt mein Hund «Beute» ab oder behält er alles was er klaut oder findet für sich. In diesem Fall sollten Sie erst den Tausch/Apport üben, ansonsten wird er schnell auf den Trüffel-Geschmack kommen und diese selber essen. Das ist dann sehr Schade und die ganze Mühe nicht wert.
- Habe ich die Geduld und berücksichtige ich, dasss eine gut ausgebildetes Hund/Mensch-Team zwei Jahre braucht um wirklich erfolgreich zu werden. (Suchanlage des Hundes vorausgesetzt).
- Gefällt mir die Sucharbeit, oder koche ich gerne mit Trüffel, oder reizt mich der verlockende Wert des Trüffels. Bei letzterem liegen viele Illusionen im Raum. In der Schweiz wachsen die Burgunder-Trüffel und nicht die teuren weissen Trüffel. Der Kilo-Preis liegt zwischen 400-700 CHF, beim weissen Trüffel können es bis zu 7'000 CHF. Haben Sie einen Abnehmer wie Gastronom/Detailhändler gefunden, liest dieser meist die schönsten Exemplare aus, den Rest nehmen Sie wieder mit.
Unsere Motivation ist die ungebremste Freude an der Sucharbeit, gehen wir doch gemeinsam auf Trüffeljagd. Ein wunderbares Hobby und Maxims grosse Leidenschaft. Und Trüeffel mögen und schätzen wir alle sehr. |
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Mit 5 Jahren und 7 Monaten
Mai 2011
Herrenloser Hund in Sicherheit gebracht
Freitag-Abend und alle wollten gleichzeitig ins Wochenende. So gab es bei uns wieder viel Feierabendverkehr als Maxim und ich vom ausgedehnten Spaziergang nach Hause kamen. Unsere Nachbarin war froh, als sie uns kommen sah, irrte doch ein grosser, schwarzer Labrador sichtlich desorientiert auf der schnell befahrenen Strasse und zwischen unseren Häusern umher. Niemand schien ihn zu vermissen, niemand rufte nach ihm. Er machte einen freundlichen Eindruck, fand dann aber den Anblick der Leine gar nicht lustig und blieb konsequent auf min. 3 Meter Entfernung. Maxim war bereits im sicheren Treppenhaus, denn er war beim Einfangen des Hundes überhaupt keine Hilfe.
Auch keine Hilfe war die Polizei, die uns die Nummer der Tierfundstelle gab, doch leider war das Telefon am Freitag-Abend nicht besetzt und verwies uns auf die Website. Also auch keine wirkliche Hilfe. Umso besser funktionierte die Nachbarschaft. Mit dem jungen Hund von nebenan konnten wir ihn wenigsten ablenken, an die Leine nehmen und ihm Wasser geben, er hatte imensen Durst. Ein weiterer Nachbar suchte im Wald nach einer Person mit verlorenem Hund – ohne Erfolg.
Schlussendlich war es die private Organisation TierRettungsDienst & Tierheim Pfötli, die sich unserem Problem annahm – Erleichterung machte sich breit. Sie werden jemand mit einem Chip-Lesegerät vorbei schicken, allerdings könne das noch etwas dauern. Mit der Chip-Nummer lässt sich der Besitzer ausfindig machen – eine tolle Sache. Nun muss er nur noch gechipt sein. Die Ohren waren nicht tätoviert aber in einem erschreckend schlechten Zustand. Total voll mit übel riechendem Dreck, aufgeschwollen und mit einem Abszess. Kein schöner Anblick.
Der Hund brauchte also eine Obhut, bis wir wissen, wem er gehört. Unsere Nachbarn waren leider am Abend eingeladen und konnten ihn nicht übernehmen, so strandete er eben bei uns. Maxim fand das eine blöde Idee.
Wir liessen die beiden auf «neutralem» Terrain in der Garage sich beschnuppern. Schon dort zeigte sich der Labrador friedliebend und ausweichend. In der Wohnung gabs dann an Maxim’s Motto nichts zu rütteln: «Alles meins». Er duldete ihn zwar in der Wohnung und auf der Terrasse, nicht aber an seinen Sachen. «Mein Schlafplatz, meine Decke, mein Wassernapf… .» Maxim hatte richtig stress ihn von allem was er als seins betrachtete fern zu halten. Beide Hunde blieben angeleint und wurden von mir nicht alleine gelassen.
Ich freute mich für den Hund und für uns, als der TierRettungsDienst klingelte. Für den Labrador hoffte ich, dass er bald wieder bei seinem Besitzer sein kann. Für uns, weil es für beide Hunde eine stressige Situation war. Zum Glück war er gechipt und wie sich herausstellte, dem Tierheim Pfötli sogar bekannt. Es wäre nicht die erste Nacht, die er dort verbringen müsste. Sie nahmen ihn gleich mit, informierten den Besitzer und werden die Ohren noch genau anschauen.
Ein Happy-End – hoffentlich auch für den Hund. Maxim zeigte sich jedenfalls glücklich wieder Einzelhund bei uns zu sein. |
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Mit 5 1/2 Jahren
April 2011
Sanitätshund-Trainingstage im Jura
Chaotischer als im Hundesport erwünscht
Wir kommen gerade aus dem Jura zurück. Es war schön aber kalt und das Termometer zeigte am Morgen minus -3 Grad an. Kein Grund, den Tag nicht früh anzugehen und so von zwei Trainingseinheiten/pro Tag profitieren zu können.
Das erste Sani-Training nach der Winterpause diente mir als Standort-Bestimmung und stimmte mich sofort sehr zuversichtlich was die Prüfungsreife anbelangt. Es lief alles nach Wunsch, die vielen lockeren Distanzübungen über den Winter zeigten Wirkung: Maxim lief wunderbar gerade Schläge nach aussen, voll Tempo und fand – nicht anders zu erwarten – zuverlässig.
Unsere Trainerin Theres Jans und ich waren optimistisch und wollten es am letzten Tag wissen: sind wir reif für die erste Prüfung? Wir machten für Maxim und einen weiteren Vizsla eine Test-Prüfung mit vorgängig ausgelegten, zwei Figuranten und zwei Gegenständen in einem Geländeabschnitt, den weder wir noch die Hunde vom Training kannten. Das Wetter meinte es gut, es war windstill – jedenfalls bis ich an den Start ging. Dann zog eine leichte Brise auf und es kam, wie es kommen musste: Den ersten Figuranten nahe der Startlinie war so ein Leichtes. Nun ging der nächste Schlag mit seitlichem Rückenwind in die andere Richtung. Maxim stach trotzdem den Rucksack, bekam aber gleichzeitig den anderen Figuraten zuhinterst im Revier in die Nase und rannte los, diagonal durchs ganze Revier. Jetzt hies es für mich warten und nochmals warten. Als er mit dem Bringsel im Fang angebraust kam, gings im Sprint sogleich gemeinsam ans andere Ende zum Figuranten. Wenigstens machten sich bei mir die zwei mal Jogging pro Woche nun bezahlt. Ich hätte den Anschluss an Maxim sonst ganz sicher verloren und den Vermissten inklusive Hund nicht mehr gefunden.
Die Zeit lief, nun wieder schnell zurück zum Ausgangspunkt und weitermachen. Maxim wusste natürlich, dass er ja den Rucksack auch schon hatte und bringselte gleich nochmals, sozusagen blind. Denn er wusste nicht mehr ganz genau, wo dieser lag. Nun stöberten wir durchs halbe Revier, bis der «Richter» Abbruch meldete und uns auf die Mittellinie zurück orderte. Im letzten Moment kroch Maxim die Witterung des Rucksacks in die Nase. Unsere «Ehre» war gerettet und das Fiasko abgewendet. Chaotischer kann man wohl die ersten drei von vier Vermissten nicht finden – von einer systematischen Quersuche nicht zu reden. Diese zeigte er erst anschliessend, da der letzte Gegenstand Wind-ungünstig lag und erst mit dem letzten Schlag gefunden werden konnte. Das Revier war also dazwischen bereits leer.
Fazit: Maxims Nase ist fantastisch und zugleich unberechenbar – und sein Finderwille ungebremst. Da vergisst er jedes gelernte Suchsystem. Das wird wohl immer so sein. Also kein Grund nicht an die Prüfung zu gehen. Man kann ja auf weniger Wind hoffen. |
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Mit 5 1/4 Jahren
März 2011
Die ganze Saison suverän
Gerade heute fand Maxim noch ein Nachzügler der Trüffelsaison. Es sind nun nur noch vereinzelte, seltene Knollen zu finden. Da diesen Winter sehr viel Holz geschlagen wurde, kann es auch sein, dass wir wegen dem vielen Unterholz kaum zum Boden durch kommen. Aber Maxim ist mittlerweile so ein Profi, dass er auch diese noch ortet und sie unbedingt haben will. Das ist dann wirklich hartes Teamwork, verrücke ich ihm schon mal kleine Baumstämme und Geäst. Denn diese Arbeit ist sehr subtil geblieben und kann bei ihm zu Frust führen, sollte er nicht erfolgreich sein.
Auch muss ich ihn richtig lesen können, ob er mir nun wegen eines Fuchskotes oder Trüffels ins Gehölz stechen will. Das erste darf er partout nicht, denn wir haben bei Füchsen einige Staupefälle. Obwohl geimpft, könnte er trotzdem daran erkranken. Dazu kommt der gefährliche Fuchsbandwurm und die Reude – beides auf dem Vormarsch. Entscheide ich nun in dieser Sekunde falsch, nimmt er mir dies sehr übel und zeigt mir unter Umständen in dieser Zone keine Trüffel mehr an.
Nun sind wir froh, werden die Tage wieder länger und die Temperaturen Vizsla-freundlicher. Wir haben wieder mit dem Training auf dem Platz begonnen und sind zuversichtlich, dass Maxim nun endlich das Kriechen verinnerlicht. Anuska hilft uns jedenfalls dabei. Fokus ist die Sanitätshund-Prüfungsreife gegen Spätsommer/Herbst. Für die Prüfungen und nun auch für die Trainings bevorzugen wir alpines Gelände, weil es dort keine Trüffel haben kann. Ein Arbeitskonflikt wäre absolut kontraproduktiv. Denn Maxim wäre so kreativ, während der Arbeit das Ziel von Personen auf Trüffel suchen selbstständig zu wechseln. Damit dies nicht passiert, trenne ich die Arbeit mit Hilfe der unterschiedlichen Vegetationen. Über 1'000 M.ü.M. sind es Tannen-/Kieferwälder in denen es keine gibt – für uns ideal für den Sanitätshundesport. |
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Nach vier Tagen war der Spuck vorbei
Vor zwei Wochen habe ich bei der täglichen Pfotenkontrolle einen Holzsplitter ganz unten zwischen den Ballen übersehen. Dieser entzündete sich schnell und Maxim belastete morgens die Pfote vorne links erst unregelmässsig. Nach 10 Minuten Spaziergang kehrten wir allerdings um. Zu Hause entdeckte ich in den Ballen-Haaren den weissen Eiterherd mit dem Splitter, den Maxim bereits sehr schmerzte. Mit lauwarmen Schwarztee weichte ich die Pfote auf und konnte so zwei Stück raus ziehen. Doch leider war ich mir nicht sicher, alles erwischt zu haben. Maxim humpelte am Abend noch mehr als zuvor. Pfoten sind elementar für einen Hund und es ist damit nicht zu spassen. Also blieb Maxim den Gang zum Tierarzt nicht erspart.
Als dieser seine Pfote untersuchte, schrie er als ginge es um sein Leben. Der Eiter hat sich ausgebreitet und der Ballen muss ihm mittlerweile sehr weh getan haben. Es blieb uns nur eine Variante: Salbe drauf, dick einbinden, Antibiotika und Entzündungshemmer und vier Tage schonen. Danach die Medis absetzen. Kommt die Entzündung sofort wieder, wissen wir, dass noch etwas drin ist und wir aufschneiden müssen – ansonsten ist es überstanden.
Wir hatten Glück. Nach vier Tagen war der Spuck vorbei und Maxim belastet wieder alle Pfoten regelmässig – wunderbar. |
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Mit 5 Jahren
28. Dezember 2010
Ein bewegendes Jahr 2010 geht zu Ende
Der Schnee hat die Landschaft bereits Anfangs Dezember zugedeckt und uns in den Winterrythmus versetzt. Jetzt ist Fährtenpause und auch Revieren nicht sehr sinnvoll, da Maxim nun mit den Augen die Verweissstücke im Schnee sucht, was ja nicht der Zweck der Übung ist. Auch findet er nun Fuss/Sitz/Platz-Übungen auf kaltem Grund gar nicht toll. Das führt wegen Ausführungsverweigerung zu Doppelkommandos, die ich ja nicht haben will und Maxim die Freude nimmt, was zu noch mehr Widerwille führt.
Also weichen wir dem zur Zeit aus und konzentrieren uns auf etwas viel Wesentlicheres: wir suchen gemeinsam nach den Trüffelknollen, Maxims grosser Leidenschaft. Das nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch und kann rasch den halben Tag wegnehmen, zumal es ja bereits um 16.30 Uhr wieder dunkel wird. Die Knollen liegen auch nicht gleich in Nachbars Garten und man braucht sehr viele Gegenden auszukundschaften, bis man vielleicht – wenn man Glück hat – einen kleinen Bereich findet, wo es haben könnte. Das fordert nicht nur die Geduld, Ausdauer und Zeit von mir, sondern natürlich auch die des Hundes, der einen grossen Finderwille mitbringen muss. Was nützt es, wenn wir erst nach einer Stunde Marsch in ein vielversprechendes Gebiet kommen und die Hudenase vom vielen Herumschnüffeln bereits müde und die Konzentration dahin ist, oder der Hund zum Arbeiten gar keine Lust mehr hat?
Wie bei jeder Sucharbeit, ist auch das Trüffeln für den Hund Höchstleistung und braucht viel Kondition, obwohl der Nasengebrauch im eigentlichen Sinn für den Hund das Natürlichste überhaupt ist. |
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Erste Begleithund BH II-Prüfung mit 271 Punkten (89/85/97) und «AKZ sehr gut» bestanden
Wie schnell eine Hundenase müde wird und die Konzentration nach lässt, erlebt man anschaulich bei der Fährten- und Revierarbeit. Doch auch dies ist sehr gut für die Konditionierung. Deshalb trainieren wir natürlich das ganze Jahr über auf verschiedenen Sparten und konnten im Herbst sportliche Loorbeeren ernten. Im Oktober starteten wir an unsere erste BH II Prüfung und erreichten ein sehr gutes Resultat, trotz sehr nass-kaltem Wetter. Die erste und letzte von vier Disziplinen, waren die Höhepunkte. Maxim zeigte eine sensationelle Revierarbeit mit hohem Tempo und zuverlässiger Nase. Er fand in kürzester Zeit alle drei Fundhölzer und zeigte eine vorbildliche Führigkeit. Dann folgte eine durchschnittliche Fremdfährte. Die Unterordnung war eher mittelmass, wir hatten einige Patzer. Dafür schlossen wir in Führigkeit mit Vorausschicken, Steh aus der Bewegung und Sprüngen wieder im vorzüglich ab. –> Mehr Details.
Jetzt warten wir auf den Frühling und werden sicher nochmals an einer BH II Prüfung starten. |
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Mit 4 3/4 Jahren
28. Juli 2010
Ein grosser Schreck lässt Maxims Schussfestigkeit wanken
Ein Sommer-Sturm an einem Samstag-Abend hatte es in sich. Es war sieben Uhr, der Grill draussen angeheizt, den erfrischenden Apéro bereit und der Tisch auf der Terrasse schön gedeckt, als wir erst noch amüsiert die schwarzen Wolken über Zürich beobachteten. Oft kümmert uns das nicht, Gewitterzellen drehen gerne über dem Zürichsee weg.
Das dachten wir auch dieses mal. Weit verfehlt – innert Minuten flog uns das Tischtuch sammt Teller um die Ohren. Der Luftzug war so stark, dass er geradewegs durch die ganze Wohnung fegte und kein Fenster, keine Türe offen liess. Die starke Zugluft zerdrückte die Fenster-Arretierungen wie Gummibärchen. Maxim erschrak auf seinem Schlafplatz fürchterlich. Doch ich selber machte den grossen Fehler und sprang zwecks Schadensbegrenzung hastig auf und bestätigte somit unbewusst Maxims grossen Schrecken.
Er verkroch sich zitternd unter den Tisch und dann unters Sofa. Ich ärgerte mich sehr über mich.
Die Tage darauf gaben abends ein trauriges Bild ab: sobald es gegen sieben Uhr wurde, wir zu kochen begannen oder den Tisch deckten, bekam Maxim Stresssymptome und wollte in Deckung. Also wurde Maxim angeleint und auf seinen Platz geschickt. Ich blieb in seiner Nähe, blieb selber aber locker und gelassen. Sobald er davon schleichen wollte bin ich auf die Leine gestanden und ihn wieder emotionslos auf seinen Platz gesetzt. Das Verkriechen soll nicht zugelassen werden, sonst gewinnt er das Vertrauen, das ihm nichts passiert, nicht zurück.
Es war für mich traurig zu sehen, wie er 2 Stunden Stresshächelte. Doch von Tag zu Tag wurde es besser. Nun ist er abends wieder gelassen, einzig bei starken Winden oder Gewitter zeigt er noch etwas Unsicherheit und beobachtet mich genau. Es liegt also an mir, wie er dieses «Trauma» in Zukunft meistert.
Geholfen hat dazu auch die Homöopathie, auf die Maxim hervorragend anspricht, was ich zu Beginn niemandem geglaubt hätte. Aber auch ich lerne gerne dazu. |
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Wir trainieren freudig weiter
Wusste ich es doch: auf ein Tief muss ein Hoch folgen. Und das ist auch im Sani-Revier so. Ich habe unser erster Prüfungsversuch seriös analysiert, einiges festgestellt und das Training sofort angepasst. Die Sanitätshunde-Trainingswochen im Schwarzwald, Flumserberg und Jura waren natürllich auch die ideale Möglichkeit dazu. Wir übten nun fleissig mit mitsprintenden «Richtern» beim zeigen des Figuranten. Auch habe ich mein Führungsstil auf der Mittelline geändert und bringe nun viel mehr Fluss in die Arbeit, indem ich selber mehr in Bewegung bleibe und die erlaubten 10 Meter links/rechts der Mittellinie ausnutze. Ebenso haben wir mit einem Personen-Grüppchen geübt, welches Maxim aufdringlich beobachtete und schwatzte. Wir gaben Maxim Zeit und Gelegenheit, dies zu verarbeiten und sich daran zu gewöhnen, also sich weder irritieren noch ablenken zu lassen.
Und siehe da, er machte grosse Fortschritte, der neue Führungsstil schien ihm zu entsprechen. Auch habe ich herausgefunden, dass Maxim sehr positiv meine Begeisterungsrufe aufnimmt und richtig über sich hinaus wachsen kann – wunderbar. Und dabei behält er seine Such-Konzentration bis zum Schluss bei. Einzig die ersten zwei Schläge machen uns noch Probleme, er läuft sie partout nicht mehr gerade nach aussen. Aber ich bin überzuegt, dass kriegen wir auch wieder hin. Und dann wagen wir es nochmals. |
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Mit 4 1/2 Jahren
23. April 2010
Erste Sanitätshund-Prüfung ein einziges Fiasko
Eigentlich meldete ich uns freiwillig als Test-Kandidat für zukünftige Richteranwärter an. Es sollte für uns die erste Sani-Prüfung sein, die dazu noch von zwei Richteranwärtern und zwei Instruktorrichter beurteilt wird.
Das letzte Training am Dienstag zuvor lief Maxim grossartig und so war ich voll motiviert und gar nicht sonderlich nervös. Ich vertraute seinem Können und Lauffreude und bereitete uns am Samstag-Morgen wie gewohnt mit gemeinsamen Aufwärmen/leichtes Jogging vor. Es ist jedesmal das selbe Ritual und stimmt Maxim auf die bevorstehende Arbeit ein.
Böen-Wind pfiff uns von allen Richtungen um die Ohren als wir auf der Mittelline das 120 m breite und 200 m lange Revier anschauen durften. Viel dichter Jungwuchs und starker Rückenwind gleich zu Beginn, machte den Start nicht einfach. Dazu auf der linken Seite nach 20 m ein Habgang – kennt Maxim noch nicht. Ob er mir da wohl gerade runter sticht? Tat er natürlich nicht.
Aber zurück zum Start: Maxim zappelte beim Anmelden wie erwartet was mich nicht aus der Ruhe brachte. Etwas anders habe ich allerdings total unterschätzt: viele Personen auf der Mittelline, die Maxim kritisch beäugten, beobachteten und fixierten. Ihre Blicke sassen uns im Nacken und die Erwartungshaltung war selbst für mich deutlich spürbar. Dazu merkte Maxim sehr wohl, dass ich etwas anders angespannt bin als sonst.
Die ersten Revier-Schläge waren bin anhin noch nie ein Problem – waren. Maxim startete unerwartet zögerlich, drehte sich nach 15 m um, schaute mich und die Richter an und tat was er am besten kann: Trüffeln !
Ich denke es war Spannungsabbau, wusste er doch, dass ich die grösste Freude an seinen Trüffelerfolgen habe. Die Zeit lief und ich sendete Maxim erneut nach aussen. Wieder das selbe, nochmals, wieder das selbe. Dann nahm ich ihn ruhig zu mir auf die Mittelinie, baute ihn nochmals freudig auf, machte Spannung, schickte ihn erneut los und hoffte, dass der erste Figurant bald in Maxims Nase sticht (mit Rückenwind schwierig). Natürlich kostete uns das viele Bewertungspunkte und wertvolle Minuten – was solls.
Bei der 50 m-Markierung lief Maxim endlich ganz nach aussen und kam in den Arbeitsrhythmus als Sanitätshund.
Bei 80 m erster Figurant, hurra Maxim kam korrekt mit Bringsel im Fang zurück. Beim Zeigen des Figuranten rannte Maxim gewohnt schnell voraus. Nun waren uns aber noch zwei Fremde (Richter) dicht auf den Fersen, was Maxim abrupt stoppen liess – zögern beim Vorauslaufen wird in der Bewertung stehen, schade. Dazu machte er beim Figuranten zu weit weg Platz, wollte nicht in den Brombeeren liegen.
Nun war Tempo angesagt, wir mussten Zeit aufholen, haben wir doch für das gesamte Revier mit drei Figuranten und einem Gegenstand nur 20 Minunten zur Verfügung. Zweiter Figurant auf 120 m und der Rucksack bei der 150 m-Linie. Es fehlte uns noch der letzte Figurant. Maxim begann mit Bögen und Zickzack zu improvisieren, was wiederum Abzug bei der Führigkeit brachte. Dann der Figurant beim letzten Schlag auf 200 m, wunderbar und Zeit um. Total bescheidene 79/100 Punkte.
Ja ganz erlich ich war enttäuscht, stand auf der Mittelline wie kalt geduscht, wärend Maxim mit tiefer Nase nach Trüffel suchte und verstand die Welt nicht mehr, peinlich.
Als es auf den Platz ging war meine Stimmung und wohl auch die von Maxim nicht mehr die beste. Unterordnung mit Bleib ausser Sicht, Fusslaufen, Sitz/Platz, Apportieren, Voraus, Kriechen und Sprünge musste möglichst einwandfrei bewältigt werden. Schon beim Aufwärmen zeigte Maxim kaum Interesse und liess sich auch mit Lieblingsspielzeug wenig motivieren. Kurz um: es endete in
einem einzigen Desaster. Keine Übung ohne Patzer – Maxim muss mein Frust gerochen haben. 70 Punkte, mit 69 wären wir durchgefallen.
Was habe ich daraus gelernt? Ja der Kurzhaar-Vizsla ist eben kein «Soldat» und behält wohl immer einen Funken Selbständigkeit. Er denkt mit und zeigt schon mal den «intelligenten Ungehorsam», wie dem Jäger-Freunde zu sagen pflegen. Sei dies mit Zickzackkurs um Wind besser auszunutzen, Bogen rennen und schneller zum Ziel zu kommen, sich nicht in die Dornen zu legen, usw.. Und dann sind sie eben doch sensibel und lassen sich schon mal von ungewohnter Umgebung und fremden Personen irritieren. Egal ob im Wald oder auf dem Platz. Das muss ich ihn Zukunft mehr üben.
Der letzte Punkt betrifft nur mich: Will ich etwas speziell gut machen oder fordere ich mehr als gewohnt, geht bei Maxim überhaupt nichts mehr. Das muss ich akzeptieren und selber für Prüfungen mental stärker und somt gelassener werden. |
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Wiedereinmal Member sein
Wir haben unser Prüfungs-Tief verarbeitet und sind wieder voll im Alltag mit Büro und zwei bis drei Stunden Aktivität pro Tag mit Spaziergang, Spiel, Suchen, Teamarbeit oder Fährten.
Noël ist zur Zeit viel unterwegs. Jedesmal wenn er seinen Koffer packt relaxt Maxim und wenn Noël das Haus verlässt, scheint er so richtig entspannt durch zu atmen. Er geniesst seinen Memberstatus zu Hause so sehr, dass er prompt eines Nachts seinen Schlafplatz ins Schlafzimmer zügeln wollte. Voller Energie packte er diesen im Wohnzimmer und schleifte ihn klever um die Ecken ans Bett. Ich hatte mich göttlich amüsiert aber natürlich durfte er nicht bleiben.
Es wird Zeit, dass Noël wieder nach Hause kommt. Denn auch das tut Maxim gut und zu kurz kommt er wohl kaum. Jedenfalls werde ich hier weiter berichten.
Ps. nächste Woche ist wieder Sanitätshund-Training. Bin auf Maxims Verhalten und Einstellung sehr gespannt. |
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Mit 4 1/4 Jahren
28. Februar 2010
Der zähe Winter erforderte einen langen Atem.
Den Winter erlebten wir noch nie so lang und intensiv. Ganze 8 Wochen lag eine Schneedecke und machte Maxims Tage mit der Zeit langweilig. Wir konnten weder Fährten, noch Revieren, noch Sanitätshund trainieren. Dazu waren die kalten Temperaturen bis zu minus 10 Grad gar nicht nach Maxims Geschmack. Obwohl ich nicht ein Fan von Decken bin und auf flüssige Bewegung die warm hält achte, frohr Maxim und verkrampfte deshalb seine ganze Rückenmuskulatur was zu Rückeschmerzen führte. Von da an trug Maxim bei Minus-Grad und kaltem Wind eine Decke. Er liebte sie zwar nicht, tat aber seinem Rücken gut.
Bis Januar konzentrierten wir uns auf die Trüffelsuche, sofern der Schnee nicht zu hoch und der Boden nicht pickelhart durchgefroren war. Leider war es auch schon passiert, dass Maxim Trüffel roch und wir keine Chance hatten, uns durch die gefrorene Schicht zu graben. Das war dann für uns beide ein Frust.
Es kommt vor, dass er mir kleine Exemplare selber frist. Doch die grossen tauscht er gegen seine Belohnung ein. Eigentlich wirft er mir sie in die Hand, da ihm der starke Geruch zu intensiv ist, um sie lange im Fang zu halten. Oder sie sind ihm einfach zu dreckig.
Wir perfektionierten unsere Teamarbeit von mal zu mal. Man muss ihn richtig «lesen» können, so wenig führen wie möglich, so viel wie nötig – eine diffizile Sache.
Nun ist die Trüffelzeit vorbei und wir konzentrieren uns wieder auf den Hundesport.
Link –> Bilder von der Trüffelsuche
Link –> Studioaufnahmen vom letzten grossen Trüffelfund |
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Mit 4 Jahren
10. November 2009
Trüffelfund erhöht den Endorphinspiegel
Oder eben simpel gesagt: macht einem unheimlich glücklich und stolz. Das spielerische Üben über den Sommer hat sich gelohnt und ich hätte eigentlich nicht geglaubt, dass Maxim den Sprung zum echten Trüffelfinden wirklich schafft. Ich bin vor Freude ausgeflippt.
Eigentlich war die Ausbildung für Maxim einfach ein weiteres, lustiges Suchspiel mit ganz leckerer Belohnung und überbordender Freude vom Hundeführer. Seine Nase ist mittlerweile so hervorragend fein ausgebildet (Fährtenarbeit und Gegenstandrevier), dass er schnell den Trüffel-Geruch mit dem Sucherfolg verknüpfte.
Allerdings ist das Ganze sehr diffizil. z.B. musste sich Maxim erst daran gewöhnen, dass da auch noch Noel mitspaziert. Traininert haben wir eben immer alleine.
Um ja kein Erfolgsdruck entstehen zu lassen, gebe ich Maxim auch keine Kommandos. Einzig meine Körpersprache genügt Maxim und er beginnt intensiv mit tiefer Nase in meinem Umkreis zu suchen. Es ist also eine sehr grosse Konzentrations- und Vertrauenssache und die Anstrengung für den Hund darf nicht unterschätzt werden. Und da ich dazu keine Befehle gebe, hat er – findet er gerade nichts – auch keine Fehler gemacht und man darf selber nicht enttäuscht sein. Und natürlich darf Maxim bei jedem Such-Spaziergang mindestens einen Erfolg – auch wenn selbst versteckt – feiern. Ansonsten nimmt man ihm schnell den Eifer und die Motivation. Aber der sichere Erfolg sollte ja bei jeder Sucharbeit selbstverständlich sein.
Ganz grob sind folgende Punkte zu beachten. Man braucht:
- ein Hund der gerne mit seiner Nase arbeitet und gefördert wird, am besten schon von Welpen an
- einer der sich gut begeistern lässt und gerne spielt
- viel Vertrauen und eine gute Bindung zwischen Hund und Hundeführer
- ein Hund mit grossem Finderwille
- ein zuverlässiger Gehorsam auch bei Ablenkung zB. frischen Wildspuren – ansonsten Schleppleine
- Spielzeug, Utensilien, kleine Schaufel und Belohnungshäppchen
- ein zum Hundetyp und Ausbildungsstand passender, seriöser Aufbau
- ein geduldiger Hundeführer, der sich sehr viel Zeit nimmt, auch um das Trüffelspiel Stunden
vorher im Wald vorzubereiten
- immer wieder anderen Wald zum üben, üben und nochmals üben
- Pausen, damit der Hund das Gelernte verarbeiten kann und es ein spezielles Suchspiel bleibt
- grosse Freude an seinem Hund und an der Natur, auch wenn man keinen Erfolg haben sollte
- keine falschen Vorstellungen, auch bei den Goldgräbern blieben fast alle arm
So und nun stehen den ausgedehnten Spaziergängen nichts mehr im Wege. Vielleicht hat man ja Glück.
Bilder vom letzten glücklichen Fund |
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Trainingswoche im Schwarzwald mit Theres Jans
Mittlerweile gehören wir bald zu den alten Hasen im Schwarzwald. Auf dem Trainingsplatz bei Unerordnung und Führigkeit kamen wir auch nicht so toll weiter, eigentlich happerts immer an denselben Übungen. Aber wir bleiben drann und haben an den wirklich spannenden Aufgaben wie Fährte und Revier umso mehr Freude.
Vor allem die nächtlliche Fremdfährte bei Vollmond war der absolute Aufsteller. Maxim spurte so gleichmässig zuverlässig, als laufe er auf Schienen. Wow war das wieder grossartig.
Das ist auch eine gute Übung für den Hundeführer und jedem zu empfehlen. Ohne Licht muss man sich schier blind auf den Hund verlassen, zupft dementsprechend weniger an der Fährtenleine rum und hat meistens ein Aha-Erlebnis: der Hund kanns ohne einem besser.
Der Mittwoch-Nachmittag gehörte dann wieder den Sanitätshunde-Anwärtern. Jedenfalls schien die Sonne auf den mit Moos bedeckten Waldboden und die Gruppe war hoch motiviert. Unsere Hunde liefen alle wie am Schnürchen. Maxim schaffte ohne grössere Blockaden auf jede Seite beachtliche 8 Schläge und fand souverän die Figuranten – toll. Nun hoffe ich, an diesen Fortschritt anzu knöpfen. Das nächste Training wird allerdings wieder einfacher und kürzer sein, bevor wieder ein anspruchsvolleres folgt.
Bilder |
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Maxims vierter Geburtstag am 19. Oktober
Wir nahmen den Tag gemühtlich. Ein bisschen Spiel, etwas Suchen, lange Spaziergänge und einen feinen Extra-Knochen. Nun ist er schon vier Jahre alt und die Zeit vergeht viel zu schnell. Jedenfalls hoffe ich, dass da noch viele spannende Jahre folgen und er uns noch lange das wertvolle und grossartige Familienmitglied bleiben wird, das er ist. Schenkt er einem doch jeden Tag eine reiche Portion Freude.
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Mit 3 3/4 Jahren
24. August 2009
Von nichts kommt nichts
«Nothing to do» kennt Maxim nicht. Und so gab es für ihn auch kein Arbeits-Sommerloch. Nein, wir haben fleissig weiter trainiert und die Einladungen in Trainings-Wochen und -Weekends voll ausgekostet und kommen gerade vom Sanitätshund-Trainingsweekend im Jura zurück. Maxim und ich lieben diese anstrengende Sucharbeit im Wald sehr und investieren mittlerweile viel Zeit dafür.
Bin ich glücklich habe ich Noël, der ein grosses Verständnis aufbringt und diese Zeit für sich und sein Biken zu nutzen weiss. Das ist nicht selbstverständlich und schlicht toll.
Als Nicht-Jägerin nehme ich so Maxim die Such-Freude – die jeder Vizsla in den Genen mit bringt – nicht weg.
Im Gegenteil: den natürlichen Such-Trieb in andere Bahnen zu lenken macht absolut Sinn. Ob er nun auf «verletzte» Personen oder auf Wildtiere konditioniert wird, ist dem Hund egal. Er darf sein angeborenes Stöber-
und Such-Verhalten kontrolliert ausleben und fühlt sich dabei gebraucht und als wichtigen Partner. Er wird zuverlässiger, bindet sich eng an den Hundeführer und lässt sich dementsprechend gut lenken, was auch im Alltag sehr angenehm und von grossem Nutzen ist.
Und was konditioniert heisst, wurde auch mir bei einer Sani-Übung deutlich. Wie aus dem Nichts stand 5 Meter neben dem liegenden Figuranten auf einmal ein stattlicher Rehbock. Ich hatte keine Ahnung und beide waren ausser Sicht. Maxim bereits in Richtung Figuranten unterwegs, fand diesen zielstrebig und hatte wohl auch die Witterung des Tieres in der Nase. Doch Maxim lies sich weder ablenken noch irritieren, er arbeitete freudig und konzentriert weiter.
Das sind dann grossartige Momente, die mich bestätigen auf dem richtigen Weg zu sein. Bis wir allerdings prüfungsreif sind, wird es noch sehr viele Trainings brauchen, dauert die seriöse Ausbildung zum Sanitätshund locker 2 bis 3 Jahre. |
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Und was gibt's für Mödeli und Marotten?
Es gibt sie, die Eigenheiten– wie bei jedem Wesen – auch bei Maxim. Bei der ersten bin ich absolut selber schuld und verblüfft über die Intelligenz, die Maxim an den Tag legte. Da gab es den neuen Schlafplatz, ein kuscheliges rundes Ding, den Maxim von Anfang an heiss begehrte. Ideal, so dachte ich, ihm mehr Distanz zum Esstisch und Sofa zu lernen. Das Kommando «auf den Platz» kannte er ja bereits, doch lagen die Decken dazu in meiner Nähe. Anfangs klappte mehr Entfernung prima, bis Maxim meine Nähe zu fehlen begann. Wisst ihr, was jetzt kommt? Richtig,
Als ich ihn wiederholt auf seinen Platz schickte, handelte Maxim voll entschlossen, packte das grosse Ding und schleifte dieses mit ganzem Körpereinsatz durch den Raum neben mich ans Sofa, kuschelte sich selbstverständlich mit einem grossen Seufzer hinein und schlief. «Bingo!»
Und so heisst sein Schlafplatz jetzt auch. Maxim hat seine Schleif-Technik verfeinert und trägt Bingo selber von einem Ort zum anderen, auch um Ecken und Möbel. Einfach gerade dort hin, wo er liegen will. Da alle Gäste, Kunden und auch ich, das bis heute so amüsant finden, erntet er jedes mal Aufmerksamkeit, Lob und Sympathiepunkte. Also Bingo begleitet uns selbst ins Hotel, damit Maxim uns ruhig schlafen lässt.
Diese Marotte hat er selber entwickelt. Er mag überhaupt keine Fliegen, schon das Gesurre der Insekten lässt ihn davon schleichen. Sehe ich eine Fliege muss ich Maxim auch an ungewohnten Orten suchen, wie z.B. im Schrankauszug hinter Kleidern. Dort bleibt er, bis ich das Problem aus der Welt geschaft habe und geht wieder ganz normal auf seinen Platz.
Als schlafender Junghund landete eine dicke Fliege auf seiner Nase und erschreckte ihn so sehr, dass er bereits beim Ton Deckung sucht. Schlechte Prägung ist eben auch eine und ich kann machen was ich will, besser wurde es bis jetzt nicht.
Um das Übel an der Wurzel zu packen, bin ich mittlerweile ein guter Fliegenfänger geworden und werde mir wohl auf den nächsten Sommer etwas anderes für die De-Sensibilisierung einfallen lassen müssen. |
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Mit 3 1/2 Jahren
11. April 2009
Vizsla-Nasen sind hervorragend für die Trüffelsuche *
Wohl wissend, dass wir hier in keinem Trüffelgebiet leben, interressierte und faszinierte mich die Ausbildung zum Trüffelsuchhund sehr. Oder wenigstens den Weg dazu, schliesslich war es ein einziger, intensiver Tag unter Seinesgleichen.
Für die Vizsla's war es ein toller Fun-Tag. Sie durften Trüffelöl-riechende «Beute-Spiele» spielen und gewinnen – durften das tolle Spielzeug (Socken) suchen, was absolut im Such-Trieb des Vizsla's liegt, und daraus feine Leckerli kriegen (Vizsla’s sind Opportunisten). Dann reduzierte sich das Spielzeug auf kleine Behälter, die wir locker in die Erde setzten. Jeder der acht Vizsla's, der Jüngste war 5 Monate alt, hatte sein «zufälliges» Such-Erlebnis, natürlich frenetisch vom Hundeführer bejubelt. Maxim genoss meine Begeisterung auf seinen selbstständigen Erfolg sehr. Der Grundstein war somit gelegt und wir üben nun locker in unseren Wäldern weiter.
Wie bei jeder Sucharbeit, gilt auch hier die Teambildung Hund/Hundeführer aufzubauen, obwohl der Hund ja absolut selbstständig suchen soll und dafür auch keine Kommandos kriegt. Der Schlüssel zum Erfolg: Man sollte den Hund verstehen und lesen können um ihn im richtigen Momment zu unterstützen, und andererseits aber keinen Such-Druck aufbauen. Es zeigt sich erst auf die Dauer wie gut ein Team ist – eine sehr diffizile Angelegenheit – um richtige Trüffel finden zu können, sofern man dann noch weiss, in welchem Gebiet es welche hat.
Link zu Bildershow von unserem Kurstag
* Natürlich eignet sich jeder gerne suchender Hund für diese Aufgabe. |
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Wieder «Base» in der Fährtenarbeit dafür Erfolg beim Revieren
Nach einer weiteren Fährten-Prüfung vom 21. Februar im Schnee, hatten wir eine fast zwei-monatige Pause eingelegt und auf den Frühling gewartet. Nun sind die Wiesen noch kurz aber saftig grün und Maxim spurt nur noch unexakte Winkel und versucht, die Verweisstücke mit Stöbern in die Nase zu bekommen, was ihm bereits beim kleinsten Wind auch schon gelungen ist – leider. Mir scheint, dass er nicht mehr genug sicher spurt und ich versuche nun, mit einfacheren und kürzeren Fährten und viel Bestätigung seine Suveränität zurück zu erlangen und zu festigen. Möglich, dass der Prüfungsdruck zu früh und zu viel für ihn war.
In der Fährtenarbeit zurück geworfen, kamen wir dafür bei der Gegenstandssuche im Revier um Schritte weiter. Maxim läuft nun schöne und regelmässige Querschläge. Das tönt nun einfach, ist es aber für einen Jagdhund nicht. Denn zu leicht beginnen diese selbstständig im Zickzack zu stöbern, vergessen die gerade Linie und überhören den Rückruf, wenn sie einen Ansatz von Witterung in die Nase kriegen. Man steht dann wie überflüssig auf der Mittellinie und der Hund saust diagonal und kreuz und quer übers Feld der Nase nach. Zuverlässig wie diese ist, hat er unerwünschterweise auch Erfolg. Das führte dazu, das Maxim zu Beginn gleich alle drei Hölzchen effizient einsammeln wollte und jeder Ansatz der verlangten, systematischen Quersuche ignorierte.
Wir trainieren mit ihm also das Revieren ohne vorher ausgelegte Gegenstände. Belohnt wird das gerade nach aussen laufen. Zeigt er schöne Schläge in Folge, wird ausser Sicht des Hundes der Gegenstand ins Feld und die nächste Lauflinie geworfen. Und ab und zu ist dies auch sein geliebter Futterbeutel. Der Hund lernt so, dass gerades Laufen zum Erfolg führt, was es zu festigen gilt. |
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Gelassen durch das Leben
Es brauchte über 3 Jahre bis ich heraus fand, dass bei Hunden unheimlich viel von der Nahrung beeinflusst wird. Seit ich für ihn frisch und selber sein Futter zusammen stelle, ist Maxim ausgeglichen, relaxt, ohne hyperaktiven Attacken, kratzt sich nicht mehr, hat weniger rote Augen, glänzt das Fell mehr, hat regelmässigen Kot, bildet schöne Muskeln und macht einen absolut zufriedenen Eindruck. Es ist, als hätte man bei ihm einfach einen Schalter umgedreht. Dieser direkte Zusammenhang hätte ich nicht für möglich gehalten – einfach unglaublich. Ich nehme die Kocherei nun in Kauf und werde wohl mittelfristig ein grösseres Gefrierfach für das Frischfleisch brauchen. |
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Mit 3 Jahren und 4 Monaten
3. Februar 2009
Unser erster Fährtenprüfungs-Erfolg
Die Schweiz lag unter Schnee und zur Fährten-Prüfung am 13. Dezember waren es nur noch 10 Tage. Also übten wir das Fährten im kalten Weiss, bei leichtem Tauwetter genauso wie im Schneegestöber. Die Verleitfährten sind dann speziell heikel, kann der Hund nun auch eine Spur mit den Augen verfolgen. Für einen Jagdhund und dazu noch jung, kann man diese Verlockung und Neugier kaum absprechen. Jedenfalls dem Maxim nicht. Also legte ich im Training bereits am Vortag viele Spuren ins Feld, spurte dann die Fährte darüber und dazu noch die frische Verteilfährte.
Gut hat man an der Prüfung ein Nein zur Verfügung (5 Punkte Abzug). Ich trainierte also auch dies und Maxim kappierte schnell.
An der Prüfung kam dann alles ganz anderst. Es lag kein Schnee. Der Boden war matschig-schlammig und absolut nicht einladend, da bei einem Verweissstück Platz zu machen. Dementsprechend kassierten wir 4 Punkte Abzug. Der Fährten-Abgang auf der 20 Meter-Linie ging hervorragend und das Halten der Fährte war schön. Einzig die Winkel hätten sauberer sein können. Als dann die braune Güllenwiese kam, wurde mir mulmig und Maxim begann mit Zickzack-Kurs. Gut waren wir da auf den letzten 100 Metern und der Wind günstig. Maxim bekam die Witterung des letzten Verweisstücks und lief zielstrebig vorwärts. Der Richter bewertete dies äusserst fair und ich war mit den errreichten 84 von max. 100 Punkten sehr zufrieden. Es wird nicht unsere letzte Fährten-Prüfung gewesen sein. |
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Geduld bis zu einem gewissen Punkt
Nicht nur für Maxim war die Chiropraktor-Behandlung langwierig und auch anstrengend. Viel Zeitaufwand war damit verbunden und ich war von lockerer Zuversicht und Rückschlägen hin und her gerissen. Dass er drei Monate mit keinem anderen Hund toben durfte, machte Maxim unsicher und es gab manch mühsame Situation mit ungehorsamen, freilaufenden Hunden. Die Schonung führte zum Muskelabbau, der wiederum das Skelett weniger stützte.
Wir kamen deswegen mit dem Laufband-Training nicht mehr weiter und ich wechselte auf Grund der Chiropraktor/Arzt-Diagnose (erhöte Allergen-Werte) wiederum das Futter, was Maxim überhaupt nicht ertrug. Innerhalb von drei Tagen nahm er rapid ab, bekam wieder rote Augen, kotete 6x am Tag und roch ranzig.
Das war der Momment, wo mir der Geduldfaden riss. Der Futtermittel-Industrie überdrüssig – koche ich nun selber für ihn: Abgekochte Kartoffeln, Karotten, Poulet, Oliven- und Leinsamenöl, dazu einmal ein Ei inkl. Schale, mal ein Apfelschnitz, Salat, Kalzium usw. Auf jegliches Getreide (Gluten) inkl. Reis und Mais, Rindfleisch und Strauss wird verzichtet und das tönt einfacher als es ist.
Maxim findet das Frischfutter der absolute Hammer, es muss ein Delikatessen-Essen für ihn sein. Und das Beste:
er hat sich sehr gut erholt, sein Fell glänzt, sein Kot ist prima und er wirkt nun sehr ausgeglichen und hat wieder Muskeln zugelegt, darf er ja auch wieder gefordert werden. |
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Mit 3 Jahren
8. November 2008
Lauter Überraschungen
Eigentlich wollten wir an Maxims Geburtstag – es war ein Sonntag – an unsere erste Fährten-Prüfung. Wir hatten uns zwei Monate zuvor angemedet und waren uns eigentlich einen Startplatz sicher. Doch daraus wurde nichts. Die Start-Slots wurden überraschenderweise mit Los fünf Tage vor Prüfung zugewiesen und wir hatten Pech. Das war sehr ärgerlich, waren wir bestens vorbereitet und hatten Wochen zuvor auf dieses Datum zu gearbeitet. Ich war sehr enttäuscht über dieses unprofessionelle Vorgehen. Wir versuchen nun an anderen Orten (Olten und Siebnen-March) einen Startplatz zu ergattern und werden berichten.
Die Saison für Fährten-Prüfungen ist von Herbst bis Frühling. In dieser Zeit werden die Wiesen und Felder nicht bewirtschaftet – braucht man doch sehr viel Fläche um eine FH97 Prüfung durch zu führen. Allerdings muss man auf besondere Wetterbedingungen gefasst sein, denn die Prüfungen finden auch bei Schneefall und gefrorenem Boden statt. Ja auch das muss ein Fährtenhund können. Maxim hat sich mit dem Herbst-Gras noch nicht angefreundet, er muss sich erst mit dem kalten (sauren) Boden zurecht finden. Dazu üben wir nun auch auf Wiesen, die vor Tagen von Kühen abgegrast wurden. Und um die Kuhfladen macht Maxim immer einen schönen Bogen, da rümpft er wahrlich die Nase. |
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High-Lights Trainingswoche Schwarzwald 2008
Es war ja wieder alles toll, doch gibt es jedesmal persönliche Aufsteller – wie auch das andere. Für Maxim war es sicher ganz toll (auch für mich), dass seine Freundin Coco mit dabei war. Jedenfalls konnten die zwei nach Arbeitsschluss sich herrlich ausgeglichen austoben. Das ging nicht mit allen und man merkt, dass die Rüden erwachsen wurden und dementsprechend untereinander nicht reibungslos gut auskamen. Ich ging kein Risiko ein, zumal Maxims Rücken geschont werden musste. Mehr dazu gleich unten.
Ein weiters High-Light war der Donnerstag-Nachmittag – es ging in den Wald. Sanitätshunde-Training war angesagt. Maxim zeigt ja immer wieder Unverständnis bei Leerschlägen. Theres hatte wiedereinmal die passende Trainingsmethode für ihn bereit: Wir starteten mit zwei Personen, ausgerüstet mit Futter-Dummys und Teller-Stäbchen. Maxim sah zu wie sie gleichzeitig links und rechts des Weges in den Wald stachen und nach ca. 70 Schritten verschwanden. Er wurde los geschickt, Figurant zielstrebig und schnell gefunden, Bringsel selber aufgenommen und zurück. Wunderbar, Person zeigen und wieder zurück. Dasselbe in die andere Richtung.
In dieser Zeit verschob sich die erste Person und steckte das Teller-Stäbchen mit Futter-Dummy mitten in den Wald und ging ein ganzes Stück weiter um wieder ein liegender Figurant zu sein. Dasselbe auf die andere Seite, jedoch nun versetzt. Maxim wurde wieder gerade los geschickt. Nun ist die Witterung natürlich bedeutend kleiner als bei Personen, er musste gerade laufen um zur Belohnung oder in den Geruch zu kommen. Nach einem Schlag kapierte Maxim, dass da in seiner Flucht was sein könnte (auch wenn man keine Personen wittert) und lief gerade los. Nun kam der erste Leerschlag und Maxim lief freudig-schnell los. Als er in guter Distanz war rief ich ein super tolles Bestätigungs-Lob und zurück – Belohnung. Maxim sollte für das Laufen bis zur Reviergrenze starkt gelobt werden, auch wenn er draussen nichts findet, hauptsache er läuft und sucht. Und dass er auf Distanz sehr gut gehorcht, hat er ja bereits bei der Lawinenhunde-Woche bewiesen.
Leerschläge wurden nun aneinader gehängt und dann wieder eine Person oder ein Futter-Dummy usw..
Es waren sehr viele Schläge, doch Theres hatte ihren Grund. Sie wollte ihn in einen Arbeits-Fluss bringen und hatte recht. Maxim lief freudig und schnell Leer- und Erfolgsschläge bis zum Schluss. Ich war ebenso paff wie happy. |
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Des Rätsels Lösung liegt im Rücken
«Maxim entlastet nun öfters sein linkes, hinteres Bein, läuft viel im Pass-Gang.» Darüber habe ich ja berichtet und es liess mich einfach nicht los. Ich suchte Rat bei Dr. Blättler und fuhr nach Frenkendorf.
Zugegen, nach eineinhalb Stunden Analyse, Röntgen und Diagnose war ich doch ziemlich am Boden. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mein Hund mit solch einem Rücken gar nicht gerade laufen kann. Ein Halswirbel ist leicht verdreht und gestaucht, dazu stimmt die Schulter nicht, das Becken ist schief und einige Wirbel um Grade geknickt – ich fühlte mich elend. Das Positive: nichts was man nicht Richten könnte – und ich atmete wieder auf.
Das tun wir nun seit Schwarzwald. Es ist erstaunlich, ich habe das Gefühl jedesmal mit einem anderen Hund aus der Praxis zu laufen. Mal zeigt er Entlastungsbewegungen und ist müde, mal tänzelt er ganz locker und völlig aufgedreht.
Nach jeder Chiropraktor-Behandlung ist striktes Schonen angesagt, das ist gar nicht einfach. Sozialkontakt mit anderen Hunden erst nach Tagen und nur, wenn diese bedeutend kleiner sind als er.
Eines hat es mich gelernt: ich lasse keine Hunde mehr aufreiten und von dominanten, aufdringlichen halte ich ihn nun grundsätzlich fern.
Wir sind noch nicht am Ziel aber auf gutem Weg und Maxim setzt das prima um. Ich bin stolz auf ihn. Unterstützend wirkt das Laufband-Training. Maxim lernt dort ohne Ablenkung, locker, gerade und regelmässig Schritt zu laufen. Die Muskulatur wird umkonditioniert, damit er nicht mehr in den alten Bewegungsraster zurück fällt.
Es sind Feinheiten aber von Bedeutung. Maxim ist nun auch draussen viel relaxter und ich glücklich. |
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Mit 2 Jahren und 11 Monaten
8. September 2008
Er wurde erwachsen – mit vielen Flausen im Kopf
Seit drei Wochen zeigt Maxim nun neue Alüren, er findet nun fremde Hundegebelle draussen sind einen Komentar wert. Steht jemand vor der Tür und nörgelt an der Klinke, startet Maxim wie ein Löwe. Sein Pirschgang, begleitet vom grollenden Bellen soll wohl sein Anspruch unterstreichen. Er unterscheidet nun klar ob jemand erwartet wird, wie Kunden oder Gäste, oder unerwartet. Es sind wohl die Schemen, wie Vorbereitungen usw., die er sich eingeprägt hat, zudem gebe ich ihm ein klares Zeichen und er bekommt das feine Halsband über. Kommt Noel vom Nachtflug morgens vor 7 Uhr nach Hause, sind weder Maxim noch ich richtig wach oder vorbereitet. Das ist dann ein wahrer Kaltstart. Wir beide freuen uns aber immer sehr, wenn Noel da ist. Ansonsten ist Maxim zu Hause relaxt und döst tagsüber an seinen Lieblingsplätzen – er fährt in den Standby-Modus zurück – weil er genau weiss, dass auch er jeden Tag gefördert wird und sich auf 12 bis 16 km Spaziergang austoben kann.
Da sich Noels Ausland-Projekt über Monate erstreckt und er nur unregelmässig zu Hause ist, gewöhnt sich Maxim an seine Member-Stellung. Obwohl der Alltag nicht anderst gestaltet wird als sonst. Da muss ich nun sehr aufpassen, dass diese zwei nicht neidisch auf einander werden. Maxim zeigt dies, indem ihm viele Jugendstreiche wieder einfallen, sobald er findet, ich habe mich nun genug lange mit Noel abgegeben. Noel wiederum wünscht natürlich besonders viel gemeinsame Zeit, wenn er schon mal da ist. Jedem, inklusive mir, gerecht zu werden, ist gar nicht einfach.
Mit neuer Freude weiter
Nach dem Aus bei Redog habe ich viele interessante Gespräche geführt und mich schlussendlich auf das Wesentliche konzentriert: Die Freude an der Sucharbeit – für Maxim – und mich.
Als Fährtenhund FH97 und neu in der Sport-Sparte Suchhund SH machen wir weiter. |
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Suchhund SH
Bei SH zählt einzig der Finder-Erfolg, ganz nach Maxims Gusto. Das klingt einfach ist aber nur schon wegen den drei Reviergrössen in unübersichtlichem Gelände sehr anspruchsvoll:
50 x 100 m – liegt ein 20 cm langer Metall-Gegenstand
120 x 300 m – wird ein Rucksack gesucht
120 x 500 m – liegen zwei vermisste Personen
Sich schon einmal diese Grössen vorzustellen, oder beim nächsten Spaziergang Schritte abzählen, dann wird einem klar, was da an Ausdauer und Finderwille vom Hund verlangt wird.
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Maxim habe ich nun neu an das Metall herangeführt. Um sicher zu sein, dass er nach Metallgeruch sucht, konnte ich das Bringsel nicht mehr wie beim Rucksack dazu legen. Demnach haben wir zwei Lernschritte verbinden müssen. Metall suchen und Bringsel am Halsband selbstständig aufnehmen. Dazu nur soviel, er hat's schnell kapiert. Nun arbeiten wir ganz langsam an der Reviergrösse und der Ausdauer. Damit die Arbeit für Maxim spannend bleibt, ist wie bei der Fährte weniger mehr (einmal pro Woche reicht völlig).
Natürlich machen wir auch in BH2 weiter und so ergibt sich eine abwechslungsreiche Woche. Und dann gibt es Tage, da sind wir einfach locker zwei-einhalb bis drei Stunden draussen unterwegs und geniessen die herrliche Natur oder treffen Freunde von Maxim. Wunderbar. |
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Mit 2 3/4 Jahren
19. Juli 2008
Aktueller Nachtrag
Vorgehen bei Redog zwingt uns zur Neuorientierung
Maxim machte bei Redog nicht wirklich Fortschritte, wie ich es sonst bei ihm gewohnt bin. Deshalb analysierte ich mit Test-Aufgaben bei und mit meiner Trainerin Theres – Leiterin bei Redog einer anderen Sektion und mit immensen Wissen aus Einsatz-/ Rettungshunde-Weltmeisterschafts-/ und Sanitätshunde-Erfolgen – Maxims Vehalten. Wir kamen zum Schluss, dass sein Training an den Ausbildungsstand von Sani-/Lawinenhund gekoppelt werden müsste. Schliesslich ist er kein unbeschriebener Junghund mehr und bringt Sucherfahrung mit.
Es lag auf der Hand, unsere Redog-Gruppen-Leiterin und ich waren nicht immer gleicher Meinung, wenn es um die Führung und das Weiterkommen von Maxim ging. Sonst hätte ich den Rat von Theres nicht eingeholt.
So wollte ich neue Hindernisse den Hund erst erfahren lassen, bevor er zuvor und danach in die Unterordnung soll. Unterordnung setzt Maxim unter Spannung und diese sollte er nicht auf Hindernissen abbauen müssen. Dazu wollte ich ihn nicht wie verlangt, mit Guzzis «ruhig» füttern, sondern die Spannung gar nicht erst aufkommen lassen. So wie für Maxim fehlte auch mir ein ruhiges, flüssiges Vorwärts-Abeiten, das lockere Angehen.
Auch bei der Suche/Anzeigeverhalten wurde Maxims Background kaum Rechnung getragen. Das Bellen zum Scharren als Anzeigeverhalten kapierte er schnell. Anstatt dies sofort mit der Suche/Finden zu verlinken, durfte er wieder Personen hinterher schauen, wie diese im Loch oder hinter einer Mauer verschwanden. Er musste so seine Nase gar nicht mehr richtig einsetzen. Prompt stellte Maxim sogleich auf Sicht-Suche um.
Das war für mich der Ausschlag nach dem Wunsch einer Ausbildungs-Anpassung, der leider ignoriert wurde.
Meine Ansichten und Erfahrungen fanden kein Gehör und ein konstruktiver Dialog blieb leider aus. Das ist schade.
In meiner geschätzten Freizeit will ich mich aber als Team mit Maxim verstanden und akzeptiert fühlen.
Da ein Wechsel zu einem anderen Leiter/in gar kein Thema wurde, zog ich die Handbremse und brach ab.
Diese Konsequenz tut mir weh. Maxims tollem Finderwille, seine Affinität fremde Personen zu suchen und finden, zog ich eine Plattform weg. Und mit dem ernsthaften Gedankengut von Redog konnte ich mich voll identifizieren und hätte mich gerne dafür engagiert.
Wohin wir uns in Zukunft ausrichten, weiss ich noch nicht. Dazu muss ich erst etwas Distanz gewinnen, um anderen Richtungen Platz zu machen. Ganz sicher wird Maxims grossartiger Arbeitswille und seine hervorragende Nase wieder mit Freude im Mittelpunkt stehen.
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12. Juli 2008
Die grosse Liebe
Für Maxim ist das Unterholz im Wald absolutes Tabu und da war ich sehr verärgert, als er ohne anzuzeigen einfach hinein stach. Es brauchte ein Doppel-Kommando bis er kehrte und ganz aufgeregt zurückkam. Der leichte Wind von vorne-links und die vor uns liegende Weggabelung war dann des Rätsels Lösung. Die junge Boxer-Hündin Saari kam die Steigung hinauf. Ja Maxim hat eine feine Nase und einen guten Geschmack. Die sportliche Sari hat Maxim völlig den Kopf verdreht. Sie sprinten miteinander Runden ohne Ende, haben das selbe Temperament und Tempo, lecken einander die Lefzen und sind ein Herz und eine Seele. Maxim ist ganz begeistert von ihr.
Mal sehen wie sich das entwickelt, wenn Sari erwachsen wird.
Dazu Bilder von Freunden |
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Einen Schritt weiter
Nachdem wir am Mehrkampf BH1 so wunderbar erfolgreich abgeschlossen haben, trainieren wir nun für die nächst höhere Stufe BH2. Mit dem Revieren und dem Voran haben wir ja schon lange begonnen und Maxim zeigt bereits schöne Konstanz und Sicherheit. Es fehlt einzig noch die Ausdauer beim Revieren, aber das kommt mit der Routine und dem Alter. Nun sind auch die Sprünge, das Abrufen und das Steh aus dem Fuss wärend ich weiter gehe, bedeutend anspruchsvoller. Doch Maxim liebt Herausforderungen und er ist mit Elan dabei, was mich natürlich unheimlich freut und ihn wieder freut. |
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REDOG und die Anspannung
Wie geht's weiter: Maxim kann nun Bellen und er hat schnell kapiert, dass wir dies am Anzeigedeckel wünschen. Im Eifer weicht er etwas zurück, aber da gehen die Meinungen der einzelnen Trainer bereits auseinander. Für meine Trainerin zu viel, gestern für die anderen bei der gemeinsamen Übung* mit der Geländesuchhunde-Gruppe absolut gut. Hier war eben eine echte Person unter dem Paletten-Rahmen zu suchen und nicht bloss hinter einem freien Lochdeckel anzuzeigen.
Seine Nase konnte er in den Trainings bis jetzt immer noch nicht so richtig einsetzen, denn es dreht sich nach wie vor viel um Hindernis und Geschicklichkeit. Da wird in erster Linie langsames Durchgehen abverlangt. Die Langsamkeit ist gerade das, was Maxim unsicher macht und er verspannt sich dementsprechend.
Ob dies gut für ihn ist, bin ich mir nicht sicher. Maxim entlastet nun öfters sein linkes, hinteres Bein, läuft viel im Pass-Gang. Das bewegte mich zum Tierarzt-Besuch. An den Gelenken und am Bewegungsparat konnte man nichts feststellen. Man tendiert auf ein entzündetes Kreuzband und muss es weiter beobachten. Die Entzündungshemmer sollten helfen. Wir werden weiter sehen und natürlich hier berichten.
* Der gemeinsame Übungstag hat Maxim und mir sehr gefalllen. Wir hatten eine gute Gruppe, die Aufgaben wurden kurz und klar besprochen und dann ruhig-flüssig gearbeitet. Ganz nach meinem Gusto. Wir starteten mit den zwei Aufgaben auf Feld und Wald. Die Sani-Übung im Wald meisterte Maxim mit sehr grossem Engagement, er konnte sein Tempo ausleben und man sah, wie befriedigend das für ihn war. Die Gruppen-Leiterinnen und ich waren gleichermassen begeistert und das ist doch sehr schön.
Auch die Personensuche auf dem Gelände meisterte Maxim toll, wie gesagt, zeigte er Bellen und Scharren und wich nicht zurück – wunderbar. (Der Figurant hatte danach einen Kratzer mehr.) Bei der letzten Übung viel mir auf, dass er seine Nase nicht wie gewohnt gut einsetzte. War er nur Müde oder suchte er mehr auf Sicht?
Zwischen den Arbeiten werden die Hunde frei abgelegt um ihnen die nötigen Pausen zu verschaffen. Das hat Maxim noch nicht kapiert (bei Regen sowieso nicht) und verbraucht mit seiner Anspannung unötig Energie.
Nach 4 Stunden wieder im Auto zurück, löste sich diese sofort – trocken und sauber reiben lassen und einkuscheln. Wärend wir uns dem geselligen Teil widmeten, schlief Maxim tief und fest.
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Mit 2 1/2 Jahren
1. Mai 2008
Ein wichtiger Meilenstein
Etwas sehr positives gleich vorweg: Maxim verharrt vor Rotwild. Wunderbar. Nun hat er den Link gefunden, zeigt mir nahes Wild an, ohne dass er den Weg verlässt und verharrt, wenn es in Sichtweite ist. Anspannung hat er immer noch sehr grosse, doch bleibt er unterstützt durch mein Komando an Ort und Stelle. Ich kann zu ihm aufschliessen, ihn leise und ruhig loben, an die Leine nehmen und ganz toll mit leckeren Guzzis belohnen. Für Maxim ist es besser, wenn er sich nicht abwenden muss. Wir können auch gemeinsam das Wild beobachten und dann ruhig weglaufen. Das ist ein grossartiger Meilenstein und ich bin stolz auf Ihn und froh, habe ich selber so hartnäckig daran gearbeitet. |
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Start in eine neue Ausbildungs-Etappe
Maxims hervorragende Nase und ungebremster Finderwille, seine Affinität für fremde Personen, seine Führigkeit auch auf Distanz und seine Begeisterung für anspruchsvolle Aufgaben hat uns zu einem neuen Ausbildungsschritt bewogen. Ich befasste mich gründlich mit der Trümmersuchhund-Ausbildung und dem späteren Einsatz bei REDOG. Mir gefällt das Ernsthafte, die Hilfe in der Not und sehe REDOG auch als Ergänzung zu meinem Engagement bei Rotary und umgekehrt.
Die ersten zwei Trainings bei der Sektion Zürich habe wir hinter uns und eine lange Ausbildung steht noch bevor. Wir sind nun bis im Herbst in der Aufbaugruppe. Danach müssen wir den Übertritts-Test bestehen und kommen zu den Aktiven. In ein bis zwei Jahren und nach erfolgreicher KH-Prüfung mit AKZ sollten wir reif sein für den mehrtägigen Einsatztest.
Es ist eine harte Ausbildung mit vielen Ausscheidemöglichkeiten.
Und nun zu meinen ersten Eindrücken und Erfahrungen:
In unserer Gruppe sind sehr ruhige Hunde gewünscht, was Maxim mit seinem Naturell natürlich nicht erfüllt. Und der Schwerpunkt auf korrektem Gehorsam/Unterordnung, wie er bei BH3 gefordert wird, ist schwierig zu erfüllen mit einem agilen Vizsla. (Wurde die Rasse ja auch für andere Aufgaben gezüchtet. Wohl mit ein Grund, wieso so wenige Vizslas in BH2 und 3 zu sehen sind.)
Hindernisse liess ich Maxim bis anhin gerne unkompliziert angehen, er sollte den besten Weg selbstständig finden und das sichere, freudige Bewältigen stand im Vordergrund. Das nun erwartete, korrektes Fuss vor und nach dem Hindernis, die klar verlangten Auf-/Abgänge wie bei Agility, irritieren Maxim sehr. Dazu ist sein federnder leichter Gang etwas zu schnell, so dass ich ihn laufend bremsen muss. Diese Wiedersprüche machen ihn nervös und unsicher.
Beim Detachieren (Podeste im Kreuz, 20 Schritte auseinander) bringt Maxim zu viel Sprungkraft mit und stosst sich am Podest zu heftig ab. Auch da gibt es noch viel zu üben.
Stolz bin ich auf seine schnelle Auffassungsgabe beim Anzeigen. Denn Bellen einfach so, macht er nicht. Kombiniert mit dem Anzeigen einer gefunden Person (mich) hat er es sofort kapiert – grossartig.
Nun hoffe ich, dass bald Maxims Stärken bei der Personensuche zum tragen kommen und wir rasch einen guten
Rhythmus
finden. |
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Mit 2 1/3 Jahren
10. März 2008
Maxim wird erwachsen
Nun hat er in der Entwicklung nochmals einen grossen Schriftt gemacht und auch sein Äusserliches ist erwachsen geworden. Der Brustkorb bildete sich aus und der Kopf wurde breiter. Aber nicht nur das, man kann ihn nun gut einmal in ein z.B. Sportgeschäft mitnehmen, ohne dass er diskret beim vorbeilaufen Schuhe klaut, mir ein «gefundenes» T-Shirt schenkt, seine Nase in jede besetzte Umkleidekabine steckt, oder ganze Kassentheken leer räumt um anschliesend alle 100 verstreuten Visitenkarten entzückt einzeln apportieren zu können.
Bei der Fährtenarbeit haben wir die Baise überwunden und Maxim sucht nun mit dem neuem, massgefertigen Brustgeschirr in alter Stärke und Freude. Auch das Verweisen macht er wieder prima.
Aufgrund von Meinungen, dass man nur oben am Brustgeschirr die Fährtenleine anhängen darf, habe ich auf das Bötchergeschirr und danach direkt ans Halsband gewechselt. Doch das gelegentliche Hadern wurde häufiger, der direkte Zug an der Halsung schien sein Fährtenwille zu stören, was ihn noch nervöser machte – Disharmonie entstand. Dazu überforderte ich ihn mit schwierigen Abgängen auf einer Linie und den Verleitfährten und brachte ihn total aus dem
Rhythmus. Er verweigerte die Fährtenarbeit.
Meine Fehler und ich hätte mich Ohrfeigen können, wie lange ich brauchte, alles auf eine Reihe zu kriegen und richtig zu analysieren. Nun bin ich schlauer. Erstens, es ist gemäss Experten-Aussagen erlaubt, sofern eine Anhängevorrichtung vorhanden, unten am Brustgeschirr die Fährtenleine anzuhängen – wunderbar. Zweitens, werden Verleitfährten nun erst bei einfachen Fährten/Bedingungen eingebaut. Drittens, der Abgang gestalte ich nun mehr nach seinem Naturell. Auf einer Fläche wird ein Verweisstück auf niedergetretenem Gras als Abgang ausgelegt und Würstchen folgen sogleich nach den ersten Schritten als Belohnung für die aufgenommene Fährte. Das entspricht mehr dem Absuchen eines Wild-Anschusses auf der Jagd. Und siehe da, Maxim macht solche Abgänge viel besser und sucht wieder mit starkem Spurwille und grosser Freude. Ich bin sehr erleichtert. |
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Doch auch sein Jägerherz wurde nochmals grösser und das ist sehr schade. Damit er definitv bei Wild verharrt wie es Vorstehhunde auch tun sollten, nehme ich ein Spray-Halsband mit Druckluft zu Hilfe und meide zur Zeit die Dämmerung. In unserer Gegend hat es reichlich zahmes Wild, dass auf 20 Meter Distanz mit Blickkontakt auf dem Weg noch stehen bleibt. Damit Maxim verharrt und nicht zu pirschen beginnt und ansetzt, wie er dies oft beim Annähern fremder Hunde zeigt, festige ich den Befehl «warten» täglich, bis er in Fleisch und Blut übergeht. Bis dahin stelle ich mich den «klugen»
Bemerkungen
anderer gegenüber dem Kästchen am Halsband. Maxim und dem Wild zu Liebe. |
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Mit 2 1/4 Jahren
15. Januar 2008
Ganzer Einsatz bei der Personensuche im Schnee
Nachdem ich ihm in den vier Tagen Zermatt klar gemacht habe, dass Skifahrer nicht zum jagen und rumsitzende Snowboarder nicht zum Küssen sind, starteten wir mit einer ganz neuen Erfahrung:
der Lawinenhundewoche in Melchsee-Frutt. Zugegeben, es gibt bei winterlich garstigem Wetter bestimmt geeignetere Rassen, als den Kurzhaar-Vizsla, um im tiefen Schnee herumzuturnen, Löcher in die weisse Landschaft zu graben und sich selber darin zu verstecken. Da die Hunde während der Arbeit im trockenen Stall untergebracht waren, traute ich dies Maxim allerdings zu. Und da Vizslas bekanntlich gerne kuscheln, nahm ich ihm einen Kuschel-Donut eben mit in den Stall. Maxim gefiels und es gab im Sicherheit und Wärme. Denn Aufregung hatte er noch genug, denn er ist sichs einfach nicht gewohnt, an einem fremden, voll Gebell drönenden Ort alleine gelassen zu werden. Schnell wechselte ich den Stall und landete schlussendlich mit ihm in der «Küche». Doch Maxim war bereits schon selber Unruhestifter geworden und es brauchte über einen Tag Konsequenz, mehrere klare Worte und Notfall-Tropfen.
Jeweils pünktlich um 9 Uhr begannen wir auf dem Schneefeld mit den Arbeiten. Und Arbeit war genug vorhanden. So mussten zuerst die Löcher für die Figuranten gegraben oder ausgebessert werden, was die kalte Temperatur bereits einmal vergessen liess. Danach kam die Gruppe mit den jungen und unerfahrenen Hunden in den Genuss eines seriösen und konsequenten 4-Phasen-Aufbaus: |
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1. Phase: Für den Hund sichtbar verschwindet der Hundeführer (HF) in den Sarg (ca. 1.2m tiefe, offene Mulde im Schnee). Hund wird losgeschickt, findet und wird vom HF im Sarg ganz toll belohnt.
2. Phase: Hund schaut zu, wie HF erst in den Sarg dann weiter zum 1. Loch geht. Loch wird mit leichten Schneebrocken verschlossen. Hund darf suchen, ohne Zeitdruck, dafür mit überschwänglichem Lob, wenn er seinen HF im Loch gefunden und – vielleicht auch mit ein bisschen fremder Hilfe – ausgegraben hat.
3. Phase: HF und ein Figurant gehen zum 2. grossen Loch. HF sitzt hinter dem Figurant. Hund wird losgeschickt, darf suchen, buddeln und wird im Loch vom Figuranten kräftig gelobt und bestätigt. So lernt der Hund, ihm fremde Personen zu suchen.
4. Phase: HF bleibt beim Hund, Figurant verschwindet hinter dem Hügel im 4. Loch. Hund wird losgeschickt, darf das neue Loch suchen, buddeln und wird vom Figuranten im Loch bestätigt. |
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Den Hunden wurde jeweils so viel Zeit gelassen, wie sie brauchten. Sollten sie doch selbstständig ihre Aufgaben lösen. Manche liefen zuerst beim Loch nervös hin und her, andere bellten oder begannen rasch zu scharren. Teilweise wurde ihnen dann beim Buddeln vom Leiter geholfen, damit die Hunde leichter vordringen und zum Erfolg kommen konnten. Das intensive Lob nach jeder erfolgreich gelösten Aufgabe gab den Hunden das Gefühl, ihren Job tadellos erledigt zu haben. Ein schönes Gefühl für die Hunde. Ein spezielles Gefühl aber auch für den Hundeführer selber, vom eigenen, begeisterten Hund gefunden zu werden. Ob Maxim oder ich jeweils mehr Freude und Aufregung verspürten, darüber diskutieren wir zwei immer noch.
Jeden Tag kam ein neues, unbekanntes Loch dazu. Halfen anfangs noch Trampelpfade den Weg zum Loch zu finden, bewegten wir Hundeführer uns später nur noch auf Skiern oder Schneeschuhen durchs Gelände. Jetzt wurden die Hunde auch in die Gegenrichtung losgeschickt. Sich vom HF lösen können und bei der Suche auch auf Distanz immer lenkbar bleiben und auf den HF hören, sind weitere wichtige Voraussetzungen für den Lawinenhund. Dabei entstand eine wunderbare Teamarbeit zwischen Mensch und Hund, und zweifellos waren Maxim und ich höchst motiviert und hatten enormen Spass. Maxim suchte triebstark und schnell, zeigte Ausdauer, konnte also sein Naturell und Arbeitsdrang voll ausleben, und steigerte sich von Tag zu Tag. Es schien, als buddelte er jedes Mal um die Wette, die er – gegen wen auch immer – auch jedes Mal gewann. Ein grosser Applaus mit Belohnung vom «geretteten» Figuranten war ihm sicher.
Bei unserer ersten taktischen Übung am Freitag wurde Maxim dann im Fönsturm von einer 110km/h Böe im Couloir kurzerhand weggefegt. Und trotzdem gab er die Suche nicht auf, stach und fand sein Ziel, kam dabei Rasse-bedingt aber doch an seine Grenzen. Er war nun auch mit Bewegung nicht mehr warm zu halten und fror fürchterlich. Dennoch zeigte er, wie schon die ganze Woche, überschäumende Arbeitsfreude und leistete grossartige Sucharbeit.
Wir durften beide jede Menge neuen Erlebnissen, Erfahrungen und dem Gefühl, etwas ganz Einzigartiges geleistet zu haben, nach Hause mitnehmen. Im unumstösslichen Bewusstsein, dass diese Erfahrung sowohl für den Hund als auch für den Hundeführer jederzeit zu empfehlen ist.
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Mit 25 Monaten
Fährte mit Fragezeichen, dafür grosses Jägerherz
Nach dem Prüfungserfolg haben wir uns auf die Fährtenarbeit konzentriert. Den Abgang auf der 20 m-Linie bereitete Maxim immer mehr Probleme. Auch viel er mir immer öfter auf die Verleitfährte und mein ruhiges Nein verknüpfte er nicht mir der falschen Spur, sondern mit dem Tun. Maxim hörte auf zu suchen und war schwer wieder anzusetzen. Gewissensbisse ihn überfordert zu haben, plagten mich. Per sofort und nach Absprache mit unserer Trainerin spurte ich ihm nur noch Abgänge mit einem Verweisstück – loben, wunderbar, fertig. Als sich Maxim wieder sicherer zeigte, gabs eine kurze Fährte mit 2 Winkel, 2 Verweisstücken und 80 min. alt. Maxim wollte gar nicht richtig zu suchen beginnen, es wurde zum Abbruch.
Das war eine herbe Enttäuschung, hatten wir beide doch bis anhin so viel Spass und Maxim war kaum zu bremsen, wenns auf die Spur ging. Denn Maxim ist ein genialer Fährtenhund. Vielleicht wurde ich etwas zu ergeizig, habe unbewusst Druck gemacht und ihm zu wenig Abwechslung mit anderen Aufgaben eingebaut. Das grosse Ziel ist nun, die Freude an der grossartigen Fährtenarbeit zurück zu gewinnen. Den gemeinsame Spass soll wieder im Mittelpunkt stehen. Erst einmal gibts eine Pause.
Wir haben wieder zu Revieren begonnen und siehe da, Maxim macht tolle Fortschritte. Bei ihm ist weniger häufig viel mehr. |
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Die Treibjagd in unserer Gegend und das viele Wild an Orten, wo es sonst nicht ist und der Wintereinbruch mit dem ersten Schnee, haben Maxims Jägerherz so richtig angekurbelt. Seine Nase funktioniert einwandfrei, auch einen bis 2 Stunden dauernden Spaziergang lang. Er zeigt mir alles an, steht vor wie auf dem Foto oder, ist der Reiz sehr gross, prescht los. Blitzschnell. Genauso prompt muss der Befehl «kehren» oder Pfiff folgen und Maxim wendet, sein Appell ist wirklich grossartig. Hatte er bis anhin keinen richtigen Erfolg, versucht er es doch sehr hartnäckig jedes mal. Er hat es in den Genen.
Gut habe ich ihm seit der Jugend, den Wald, nach 1 Meter links und rechts des Weges, zur Tabu-Zone erklärt. Ins Unterholz springen ist verboten und den Befehl «usä» kennt er bestens.
Ich bedaure seine Triebstärke, bin ziwschendurch auch frustriert, wird die Ausbildung zum Sanitäts- oder Flächensuchhund so immer
unwahrscheinlicher. Nun überlege ich zur Fährtenarbeit Alternativen und andere Einsatzgebiete und werde auch darüber berichten. |
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Mit 24 Monaten
Intensive Trainingswoche am Titisee
Die Trainingswoche im Schwarzwald war wieder erste Klasse. Maxim und ich konnten von der intensiven Arbeit mit Theres Jans in allen Sparten Teamarbeit/Unterordnung, Leinenführigkeit, Revierarbeit und Fährte enorm profitieren. Die Teamarbeit/Unterordnung und Leinenführigkeit zählen nach wie vor nicht zu Maxims Lieblingsbeschäftigungen und sind eher Pflichtprogramm. Die Kür bewältigt er dann triebstark. Es geht um die Fährte. Maxim arbeitete zum ersten mal Fremdfährten aus, die erst noch bis zu zwei Stunden alt waren. Ich war genauso happy wie paff über seine Leistungen.
Als es dann zu unser aller Überraschung auf die Nachtfährte ging, wurde es spannend. Die vielen Taschenlamenlichter, die anderen Vizslas und die aufregende Stimmung trugen nicht gerade dazu bei, Maxim zu Ruhe und Konzentration zu bringen. Als sich dann noch ein Hund los riss und noch mehr Wirbel stiftete, dachte ich schon an ein Fiasko. Doch es kam anderst. Sandra Meyer die Fährtenlegerin steigerte den Schwierigkeitsgrad von Hund zu Hund. Jeder nach dem anderen leistete eine Teilstrecke. Nach 50 Minuten war noch eine übrig. Kaum war Maxim mit «such» angesetzt, schien alles andere wie ausgeblendet. Es war fantastisch wie konzentriert er in meinem kümmerlichen Licht nach der Spur suchte, zielstrebig und triebstark vorwärts ging. Am Ende, nach 8 Richtungsänderungen und zwei Verweisstücken um 22.15 Uhr, war Maxims Gesichtsausdruck sehr müde und genauso stolz wie meiner.
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Erster Prüfungserfolg BH1
Am 14. Oktober 2007 war es dann soweit. Maxim und ich wagten uns an die erste Begleithund-Prüfung BH1.
Es war noch dunkel als wir um 6.30 Uhr nach Embrach aufbrachen und frostig-neblig dazu. Unser Prüfungsgelände war ausserhalb und so fuhr eine Autokolonne mit 12 Teams ins Feld hinaus. |
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Fährte
Mit der Fährte wurde begonnen und die ersten Hund/Führer-Teams kamen bereits ins Schwitzen. Nicht jeder liebt diese Arbeit. Ich hatte Maxim zuvor aufgewärmt (wie das Sportler auch tun) damit ihn das nass-kalte Gras nicht störte, schön im Platz zu verweisen. Als Maxim das Startfähnchen sah, konnte er es kaum erwarten. Ein korrektes Anmelden beim Prüfungsrichter begann und endete mit einem lautstarken Gezappel, Maxim drehte im roten Bereich.
Er kann konzentrierter spuren. Auch war die Nase auf der erst 10 min. alten Fährte weiter oben als sonst, aber das sah nur ich. Nach einem Winkel und total 150 Schritten war beim Verweisstück bereits fertig. Doch Maxim wollte auch das nicht war haben, und bekundete mit Heulen sein Wille weiter zu machen. Das verlangte Abmelden in Grundstellung = Sitz ging im gejammer unter.
Nach Aussagen des Prüfungsrichters hätte er die Fährte vorzüglich bewertet, er lief triebstark-flüssig nach vorne-unten, sicher, konzentriert, sauberer Winkel, gratulation. Aber das An-und Abmelden sei miserabel, nicht erfüllt,
5 Punkte Abzug. Auch das Verweisen mit eingezogenem Bauch sieht man eben bei Kurzhaarhunden, zuwenig klar ausgeführt = 2 Punkte Abzug. Dabei lag Maxim gerade in der Spur und das Verweisstück so wunderbar zwischen seinen Vorderläufen. Total 93 von max. 100 Punkten.
Unterordnung
Bei der Platz-bleib Übung im nassen Gras wurde es ernst. Für Vizslas mit ihrem dünnen Fell ohne Unterwolle keine leichte Aufgabe und so mancher Vizsla verweigert bei diesen Bedingungen den Befehl. Beim Maxim waren es die Nerven. Er ging schon nervös ins Platz, dann 5 Min. verharren. Er sass auf, zog den Wind vom Bauernhof ein – dann wieder ins Platz und schlussendlich ins Steh. Es war im sichtlich Unwohl, wurde immer unsicherer und die Minuten schienen elend lang. Aufgabe nicht erfüllt = 6 Punkte Abzug.
Das Fuss-laufen mit und ohne Leine, mit Richtungsänderungen und Wendungen ging ganz toll, doch zeigte Maxim zu wenig Knieanschluss. Trotzdem war ich sehr zufrieden. Das über ein Jahr dauernde, geduldige Training hat sich gelohnt, gerade weil sich Maxim ganz Vizsal-typisch von allem ablenken lässt und gerne vor- oder seitlich weg drückt.
Das Setzen-legen ging ganz ordentlich.
Das Apportieren eine sichere Aufgabe, wäre da nicht das Holz im Dreck gelandet. Maxim holte es freudig-schnell, trug es fast bis zu mir, dann roch er den Dreck, legte es ab und schnüffelte daran. Da lag es fast vor meinen Füssen und ich musste mir das Lachen verkneifen – kein Komando, keine Bewegung, einfach Abwarten. Maxim apportierte sauber fertig, wunderbar. Total 86 von max. 100 Punkten.
Leinenführigkeit
Die Personengruppe durchliefen wir zügig, damit Maxim keine Zeit für Spässchen hat. Zu wenig Knieanschluss aber ok. Das Abrufen durch die Gruppe klappte einwandfrei und gab volle Punktzahl.
Wir wechselten zum Hochsprung und Maxim konnte wiedereinmal nicht warten. Er preschte vor und nahm beinahe den Sprung selbstständig. Das passierte uns auch beim Weitsprung. Natürlich war dies nicht im Sinne des Richters und gab 5 Punkte Abzug. Beide Sprünge bewähltigte Maxim sonst fehlerfrei. Total 91 von max. 100 Punkten.
Fazit
Die Nerven von Maxim sind immernoch der Schwachpunkt. Auch ich war etwas unter Spannung und das fördert Maxims Unsicherheit, er erträgt es einfach nicht. Doch er gab sich im Rahmen seiner Möglichkeiten enorm Mühe und das ist sehr viel wert. Ich jedenfalls bin stolz auf ihn. Die ausgezeichnete Fährtenbewertung/Bericht bedeutet mir am meisten und die total 270 Punkte und das AKZ «sehr gut» ist für unsere erste Prüfung eine ausgezeichnete Leistung.
Link Bewertungs-Zusammenfassung |
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2. Geburtstag
Was ist ein besseres Geschenk als eine spannende Fährte? Nichts. Jedenfalls ist die Freude von Maxim nicht zu übersehen und 25 kg Hund stürmen Richtung Start-Linie. Das ist der einzige Moment, wo ich ihn an der Leine ziehen lasse.
Link Packende Bilder
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02.09.2007
Mit 22 Monaten
Positives
Wunderbares Hoch
Ferien und eine Menge Zeit für Maxim prägten diesen Monat. Die zwei Wochen in den Schweizer Bergen waren zwar nicht immer so himmelblau, dafür wie immer viel zu schnell vorbei. Maxim suchte mit viel Eifer nach «verlorenen» Rucksäcken oder dem «vermissten» Noel. Für diese Sucharbeit trägt er nun eine Sanitäts-Schabracke. Einerseits weiss er dann ganz genau, dass er «bringseln» darf und nicht apportieren und zum anderen wird er von Fussgängern nicht für einen wildernden Hund gehalten. Er liebt diese temporeiche und anspruchsvolle Arbeit und findet zuverlässig.
Bilder
Anstrengendes
Immer weniger
Wir erleben ein absolutes Hoch und haben hier zur Zeit nichts zu berichten.
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25.07.2007
Mit 21 Monaten
Positives
Arbeiten macht Freude
Fährtenarbeit ist eine tolle Sache. Maxim liebt sie und ich teile die Freude mit ihm. Darum habe ich entschieden, nun auf das Prüfungsniveau hoch zu arbeiten und eines Tages unser Können auch an einer FH97-Prüfung zu zeigen.
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FH97 Klasse 1 in Kürze: 1'000 Schritt lange Fährte mit Geländewechsel (auch Wald) – 90 min. alt – 4 Winkel, davon 2 spitz –1 Bogen – 4 Gegenstände zum verweisen oder bringen – 1 Verleitfährte 15 min. alt, welche die eigentliche Fährte kreuzt – den Start/Fährtenabgang hat der Hund auf einer Linie von 20m selber zu finden –
der Hundeführer muss 10m Distanz zum Hund einhalten und kann frei oder mit Fährtenleine führen.
Zur Zeit sind unsere Fährten 20-30 min. alt und bis 300m lang, haben 3-5 Winkel und bis 5 Verweisstücke. Auch beträgt die Distanz zum Maxim noch wenige Meter. Gestern spurte ich in einem Waldstück, dessen Boden natürlich anderst richt als Wiese und es über Aeste, Wurzeln und vorbei an Büschen geht. Hier sich nicht ablenken lassen und auch zwischen Gestrüpp konzentriert bleiben, will gelernt sein. Vor allem die Wildspuren sind da für einen Jagdhund Verführung pur. |
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Anstrengendes
Das will ich auch
Es passiert mir immer wieder, mit Maxim kommt man schnell ins Gespräch. Das wäre eigentlich auch sehr schön. Ich weiss nicht was der Auslöser ist, jedenfalls beginnen Unbekannte aber auch Befreundete all zu oft Maxim Kommandos zu geben und reden in meine Führung. Maxim macht das sofort konfus (Ablenkung war schon immer unser Problem) und mich ärgert es. Seine Erregung wiederum finden sie toll, ja interpretieren es sogar als freudiges Interesse an ihnen. Sein nervöses Verhalten wird so noch belohnt indem sie auf ihn los reden. Im dümmsten Fall passiert dies gleichzeitig, wenn Maxim mein Befehl oder Sichtzeichen nur zögernd ausführen will. Ein externes Lob für Ungehorsam sozusagen. Für die viele Arbeit ihn zu mehr Konzentration, Ruhe und Disziplin zu bringen ist dies äusserst kontraproduktiv. Und es wird für mich zur Herausforderung die Alpha-Position zu waren.
Woran liegt das? Daran, dass man eben gerne einen schönen Hund besitzen möchte, wenigstens seine Aufmerksamkeit? Oder will man testen, ob er auf eigene Befehle auch so gehorcht wie auf meine?
In Zukunft werde ich klarer handeln. |
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28.06.2007
Mit 20 Monaten
Trifft man Jugendfreude, vergiesst man sämtliche Manieren
Wir waren zu einer Gartenparty geladen und Maxim wurde ausdrücklich Willkommen geheissen. Er könne auf dem grossen Anwesen mit dem Berner Sennenhund und Jugendkollege Poldi spielen. Damit er nicht mehr ganz voll aufgestauter Energie war, gingen wir zuvor mit Maxim eineinhalb Stunden laufen.
Bereits am Gatter wurde mein Plan, ihn erst hinter den zahlreichen Gästen los zu lassen, begraben. Poldi, selber unangeleint und in seinem «Revier», begrüsste Maxim lautstark und die zwei waren nicht mehr zu bremsen.
Maxim benahm sich wie eine Wildsau, schlug um die Beine der fein gekleideten Gäste Haken wie ein Hase und beschleunigte wie Schumacher. Im Schlepptau ein grosser, stämmiger Berner Sennenhund der Abkürzungen bevorzugte. Beide sorgten sofort für viele ups, achtungs und hopplas.
Mein einziger Wunsch war, bevor mein Ruf total ruiniert wurde, die rassenden zwei auf die freie Fläche, weg von Champaner-Gläsern, Apéro-Häppchen und Swimmingpool zu lenken. Fern ab von lockeren Smalltalks und interessanten Gesprächen (wegen was war ich hier?) hatte ich meinen bald wieder unter Kontrolle. Sobald sie Richtung Buffet und Leute steuerten gabs einen Pfiff und Maxim wendete prompt. Mein Ruf war wieder halbwegs hergestellt.
Damit das nun auch so blieb ruhte Maxim sicherheitshalber während des ganzen Essens im Auto, um nach dem Dessertbuffet nochmals so richtig Gas geben zu können. Als wollte er allen demonstrieren, mit wieviel Power vier Vizsla-Pfoten ab gehen können. |
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Positives
Immer suveräner
Die beste Neuigkeit gleich vorweg: Der Haut-Tumor (Histiozytom) an der unteren Läfze hat sich vollständig zurückgebildet. Nachdem die Haut nach zweieinhalb Monaten Kortisonsalbe so dünn war, dass sie aufplatzte und Maxim mit Kratzen für noch mehr Blutschmierereien sorgte, haben wir nun alles überstanden und sind happy nicht operiert zu haben. |
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Nun macht es richtig Spass mit Maxim unterwegs zu sein, Aufgaben zu lösen oder einfach Begleithund-Übungen in den Spaziergang einzubauen. Platz auf Distanz klappt schon sehr gut, für das voran braucht er noch ein Orientierungspunkt (Leine auf dem Boden usw.) aber das kriegen wir auch noch hin.
Ihn von anderen Hunden auch aus dem Spiel heraus abzurufen ist nun unsere Team-Stärke geworden. Ein kurzes Pfeifen genügt und Maxim schiesst wie ein Pfeil zu mir – grossartig. Dass ihm dazu das Wasser im Mund zusammen läuft und er freudig seine Belohnung geniest, stört nur jene, die behaupten Gehorsam müsse auch ohne Futterbelohnung gehen. Oft reagieren dessen Hunde allerdings nur halb so suverän, wenn überhaupt.
Im allgemeinen ist Maxim nun viel gelassener geworden, dreht beim Kontakt mit anderen Hunden nicht mehr sofort in den roten Bereich. Das ist sehr angenehm. Doch bei vier Hunden schlägt die Welpenprägung völlig durch. Er fällt sofort in sein Welpen-Zappel-Aufregung-Schema zurück und pinkelt sogar beim Anblick vom Schäferhund des Tierarztes auf den Boden.
Anstrengendes
Unheimlich triebstark
So toll seine Wille zu Arbeiten auch ist, so triebstark ist er auch beim feinsten Geruch von Wildtieren. Desshalb bleibt er mit Ausnahme vom Kontakt mit anderen Hunden an der Schleppleine. Das ist sehr schade und anstrengend. Der Apell wird zur Überlebensaufgabe, und eine reflexartige Reaktion meinerseits entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Es gibt Tage, die sind wunderbar aber wenn es regnet, kann es auch frustrierend sein. Maxim wittert alles und kann sich richtig hineinsteigern. Es muss für ihn wohl wie eine Droge sein, denn es braucht viel Zeit, bis er sich wieder von dieser Aufregung erholt hat. Sein Bewegungsradius ist in diesen Situationen klar eingeschränkt. Denn auch da gilt: je näher bei mir, je besser die Kontrolle und das Abblocken. Das ist natürlich für einen so lauffreudigen Hund eine grosse Einschränkung und Maxim akzeptiert das auch nur widerwillig.
Das enttäuscht mich sehr und die Aussicht für die Ausbildung zum Sanitäts-/oder Suchhund wo hauptsächlich im Wald gearbeitet wird, ist wohl nicht rosig. Dabei wäre Maxim äusserst begabt und willig und es wäre toll für uns beide. Doch ich gebe auch da nicht auf und werde weiter berichten. |
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25.5.2007 Mit 19 Monaten
Positives
Teamwork
Nachdem er eine «ich mag nicht üben»-Phase hinter sich hat, klappen nun die BH1-Übungen auf einen Schlag viel besser. Sicher gibt es, wie beim Apportieren, immer wieder «einen Schritt zurück» Situationen. Dann teilen wir die Aufgabe einfach auf. Bilder.
Bei der Fährtenarbeit interessieren ihn die verteilten Belohnungs-Würstchen in der Spur nicht mehr. Er will «lesen» und das nicht zu langsam. Hingegen das Warten auf mein Kommando «such» nach dem Verweisen eines Gegenstandes ist immer noch schwierig. Da kommt es schon vor, dass er gleich mit einem Sprung losprescht. Doch lieber das als ein lustloses herumschnüffeln. |
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Maxim nimmt seine Such-Arbeiten ernst. Ich versteckte gerade auf einem grossen Picknick-Platz in sternform Würstchen. Maxim wird in die erste Richtung los geschickt, kehrt nach Erfolg/Treffer wieder direkt zu mir zurück um in eine neue Richtung mit Suchen starten zu können. Er liebt dieses Spiel.
Da taucht ein Appenzeller-Hund auf und ich unterbrach und gab ihn frei. Kurz beschnuppern, eine Runde drehen und Maxim begann von sich aus weiter zu suchen. Da lenkte ich sofort wieder ein, schickte ihn korrekt los, denn unkontrolliert wird nicht gesucht. Ich wurde nun sehr überrascht: Maxim vertrieb den hinterher laufenden Appenzeller, ist schliesslich sein Job. Das war neu.
Ein anderes Suchspiel hat er schnell kapiert. Maxim sucht nach einem Gegenstand wie Hut, Tasche, Rucksack. Dabei liegt ein «Bringsel» (kleines Apportierstück). Der Gegenstand bleibt an Ort, das Bringsel wird gebracht. Darauf darf er freudig voraus laufen und mir den gefunden Gegenstand zeigen und verweisen. Super! Er liebt solche Herausforderungen.
Es entwickelt sich ein bereicherndes Teamwork und macht Spass. |
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Anstrengendes
Wild, wilder
Maxim ist triebstark. Ob Sex- oder Spieltrieb, ganz egal. Das hat auch seine Schattenseiten. Denn wir haben Wild, viel Wild. Bei unseren zweieinhalb bis drei Stunden täglich treffen wir alle paar Tage auf Wild. Also keine Spaziergänge zum Träumen.
Heute beim ersten Reh welches über das Feld kam war Maxim sofort im Platz. Er sah es nicht, ich war schneller.
15 Minuten später war er es. Und wie es sich für einen Vorstehhund gehört, waren alle Muskeln sofort erstarrt.
Reagiert er nicht zuverlässig, hat man da die rettende Schleppleine auf der ich bereits stand. Er blieb starr und als wir die Rehe nicht mehr sahen führte er auch widerwillig das Platz aus. Das Adrenalin quoll ihm sichtlich fast aus den Adern und er brauchte eine ganze Weile bis er sich wieder beruhigt hat.
Läuft ein Hase vor unsere Nase erfolgt das Kommando «kehren» sofort und er wendet prompt auf den Hinterbeinen. Wunderbar. Ansonsten hilft mir die Schleppleine. Vorausschauen und wachsam sein ist unabdingbar. Das Gen-Erbe ist in ihm. Und davon nicht zu wenig.
Gesehene Wildtiere diese Woche: 1 Hase, 4 Rehe; von Maxim angezeigte: 1-5 täglich.
Tumor
Eine langwierige Geschichte. Und er wuchs zu einer unansehnlichen grossen Warze heran und ich brauchte Nerven. Ist es wirklich gut abzuwarten? Doch OP? Nun scheint er sich langsam zurück zu bilden. Es braucht viel Geduld. |
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24.4.2007
Mit 18 Monaten
Positives
Ausbalanciert.
Mit seinen ein-einhalb Jahren hat Maxim nun enorm an Charisma zugelegt und ist, auch dank der Akupunktur, nun sehr viel ausgeglichener und relaxter. Die täglichen Such-Aufgaben gekoppelt mit genügend frischer Luft, machen ihn happy und er strahlt eine gesunde Zufriedenheit aus.
Was mich natürlich äusserst freut und genauso fit hält.
Für BH 1 üben wir etwa 2x die Woche, doch muss das gerade Sitzen unheimlich schwierig sein. Wo zu Beginn das Apportieren immer zu stürmisch war und Maxim das Warten nie aushielt, habe ich ihn nun fast zu fest gebremst. Das Fuss geht in verschiedenen Tempi schon schön ordentlich und die Wendungen sitzen – toll. Doch sein Herz schlägt ganz klar für die Nasenarbeit. Leider sind nun die Wiesen auch auf den Nordseiten und am Waldrand viel zu hoch und wir müssen für die Fährten den ersten Schnitt abwarten oder in die Berge fahren.
Jetzt hat sich das Blatt gewendet und Maxim himmelt nun nicht mehr fremde Personen an, sondern diese ihn. Erst letzte Woche wollten Spaziergänger ihn gleich mitnehmen. So schön wie er ausschaut und so toll gehorcht. Erst als sie sich nicht vorstellen konnten täglich 12-16 km zu laufen und ihm dazu noch sinnvolle Beschäftigungen zu geben, kamen sie auf den Boden der Realität zurück. Und das war gut so. (Ist auch eine absurde Vorstellung, trenne ich mich niemals von unserem Maxim). |
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Anstrengendes
Unser Gäste-Barometer
Obwohl es Maxim an Selbstsicherheit nicht mangelt, ist er doch sehr sensibel geblieben. Das zeigt sich gut, wenn Gäste «Alpha-Personen» sind und dazu seine Nähe bei Apéro und Tisch nicht mögen. Das bedeutet Stress für Maxim und das bekämpft er mit sich lecken, viel kratzen, unruhig und aufdringlich werden. Dies provoziert natürlich noch mehr Druck und ein Teufelskreis beginnt. Da Puffer zu sein und wieder eine klare (Rudel)-Struktur und Ruhe hinein zu bringen hat mich neben der Gastgeberaufgabe, schon ganz schön rotieren lassen. Bin ich froh kümmert sich Noel da um die Küche. Allgemein habe ich sehr viel von Maxim zum Thema zwischenmenschliche Wellenlängen dazu gelernt. Mittlerweile brauche ich nur ihn zu beobachten und ich weiss genau, wer mit welcher Stimmung am Tisch sitzt. |
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Tumor zum zweiten
Leider ist das Kapitel mit dem Histiozytom (gutartiger Jugend-Tumor) doch noch nicht abgeschlossen. Maxim hat am Rande der unteren Läfze einen neuen Haut-Tumor bekommen. Die Stelle ist äusserst unglücklich, da durch Wasser und Geifer diese immer wieder nass und somit schlecht heilt. Wir hoffen nun, dass er sich mit Salbe und Zeit zurückbildet und keine weitere OP nötig wird. |
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2.4.2007
Mit 17 Monaten
Positives
Die vielen Auf’s.
Gleich zwei Meilensteine sind in den letzten Tagen geschehen.
Theres Jans hatte die zündende Idee, Maxim mit Wasserspritzer zu korrigieren. Und er spricht hervorragend darauf an. Prescht er aus einem «Fuss» vor – Spritzer – läuft er wieder artig Fuss wunderbar und viel Lob. Wasser macht ihm enorm Eindruck und mit wenigen Einsätzen ist ihm nun klar, dass man an anderen Hunden normal vorbei gehen kann, man fremde Personen nicht begrüsst und keine Vögel anpirscht. Ich bin absolut happy da ich keine harte Hand und keine laute Stimme brauche. Es ist eine Sprache, die Maxim versteht und er wird ruhiger und verliert seine Konzentration nicht mehr. Es ist eigentlich so einfach und doch muss man erst einmal darauf kommmen. Theres tausend Dank.
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Die Fährtenarbeit liebt er über alles und er wird immer besser. Die 30. Fährte war 250m lang mit 3 Verweisstücken und 3 Richtungsänderungen. Die Spur führte über einen Feldweg. Maxim irriterte das nicht und er fand den Fortsatz fast perfekt. Das war ganz toll und wir hatten beide grosse Freude.
Und nun zu einer grossen Verbesserung: Seit der dritten Akupunktur-Behandlung habe ich nicht nur einen relaxteren Hund, auch die Bindehautentzündung scheint endlich abzuheilen. |
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Anstrengendes
Und die Ab’s.
Maxims Tagesform kann unterschiedlicher kaum sein. Da benimmt er sich wie ein Halbstarker oder absolut mustergültig.
Die Schleppleine ist für alle Fälle, testet er doch auch gerne sein Generbe und will sich an Vögel anpirschen. Jeder Vizsla hat eine Spur von Wildschärfe, doch ist nicht jeder so selbstsicher wie Maxim. Gepart mit seiner Hartnäckigkeit kann das ganz schön fordern.
Vorausschauen, wachsam sein und hoffen, wenn es darauf ankommt rechtzeitig auf die 20m Schleppleine zu stehen. Dazu arbeite ich wie oben beschrieben täglich an seinem Gehorsam und Appell. Dieser ist wirklich toll (bei Wild würde ich meine Hand allerdings noch nicht ins Feuer legen).
An die Bemerkungen der Spaziergänger auf die lange Leine habe ich mich gewöhnt. Sie sind mir egal und Bequemlichkeit oder Eiltekeit wäre fehl am Platz. Im Kontakt mit anderen freien Hunden darf er natürlich ab der Leine, da klappt der Abruf auch aus dem Spiel hervorragend.
Ja die Erziehung eines Vizsla kann ganz schön anstrengend sein, doch verliere ich das Ziel nicht aus den Augen. Und wie es weiter geht, lest Ihr hier. |
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22.2.2007 Mit 16 Monaten
Positives
Ein Platz an der Sonne
Gäste können sich freuen, bei Maxim haben wir die Aufdringlichkeit fast abgewöhnt. Und scheint dazu noch die Sonne, bevorzugt er sowieso den Sonnenplatz, Besuch hin oder her.
Anstrengendes
Von der Alpha-Theorie und erlebter Praxis
Maxim ist überzeugt das nötige zu haben um Alpha zu werden oder zu sein. Anfänglich glaubten wir, er sei «übertrainiert», zeigte er doch gesteigerte Nervosität und Gequengel anstelle von Konzentration. Wie bei Sportlern legte wir eine Regenerationsphase ein und machten «langweiligere» Spaziergänge. Nach 5 Tagen wurde er wirklich ruhiger aber auch unausgeglichener. Jede Ablenkung war im recht und er drehte in den roten Bereich sobald er auf andere Hunde traf. Am 8 Tag brach der Appell/Gehorsam zusammen und ich hätte Heulen können. Das konnte es also nicht sein.
Ich betrieb auf verschiedenen Ebenen Wesensforschung und, bitte nicht Lachen, suchte auch Unterstützung mit einer Bachblüten-Therapie.
Nun bin ich schlauer und habe wieder eine Menge über unseren Hund gelernt.
In der nächsten Zeit muss ich hart an meinen «Schwächen» arbeiten. Es geht darum nicht die Harmonie partout zu erreichen sondern in erster Linie ihm einen viel klarer definierten Rahmen und noch mehr Führung zu geben. Mich durch zu setzen (man erinnert sich ich wollte ja eigentlich eine ruhige Hündin…) und nicht an Konsens zu denken. Er soll mich jederzeit ernst nehmen.
Doch zuviel Druck verträgt er nicht (siehe zweitens) und reagiert darauf sehr empfindlich.
Die Kunst ist es nun, auf klare und behutsame Weise ihm verständlich zu machen wo es lang geht. Das ist meine Hausaufgabe.
Maxim sowie ich haben da eine Gemeinsamkeit: wir sind genauso hartnäckig und habe Ausdauer. Bin ich erfolgreich wird sich seine Anspannung lösen, so höre ich. Diese Herausforderung nehme ich gerne an, auch bin ich überzeugt, das zu erreichen. So oder so wird die Entwicklung hier zu lesen sein. |
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Wenn die Anspannung Wunden nicht heilen lässt
Maxims Wunde am Vorderfuss-Gelenk heilt äusserst schlecht. Er har sich diese selber aufgeknabbert und mit Lecken immer wieder vrschlimmbessert. Ab und zu «frisst» er den Verband, vorallem dann, wenn er ein Ereignis (andere Hunde) oder die innere Anspannung zu gross ist. Er zerlegt die Bandage sehr leise aber schnell. Kommt man in seine Nähe legt er passiv den Kopf darauf. Laut Tierarzt wäre ein Kragen angesagt, was wir mit allen Mitteln vermeiden wollen. Wir nehmen daher einen Maulkorb zu Hilfe, den er auch schon in der Nacht tragen musste. Das geht viel besser und fügt ihm nicht zusätzlichen Stress wie ein Kragen zu. |
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22.1.2007 Mit 15 Monaten
Positives
Maxim wird erwachsener. Er beruhigt sich nun selber wieder nach einer Aufregung, sei dies bei einem Gast oder beim Treffen mit einem anderen Hund. Das war bis anhin immer eine Herausforderung.
Die «Rudelstruktur» hat sich langsam gefestigt. Maxim folgt in erster Linie meinem Ton und Tun, danach richtet er sich an Noel. Ganz gut lässt sich dies auf gemeinsamen Ausflügen beobachten.
Der Tagesablauf habe ich ein bisschen neu strukturiert, die 2 1/2 bis 3 Stunden Beschäftigung draussen teilen sich gleichmässig in 2 Einheiten von morgens und nachmittags-abends.
Noel geht mit ihm 2mal die Woche joggen. Maxim trabt schön vor, jedoch findet er es eher langweilig. Das sieht man sehr gut an seiner Haltung und seinem Ausdruck. Er liebt eben mehr die Arbeit und das Aufgaben lösen, wie versteckte Gegenstände suchen. Vor Freude kaum zu bremsen ist er, wenn ich die Fährtenleine raus nehme.
Anstrengendes
Ablenkung ist alles. Desshalb ist Maxim immer in Waldgebieten an der Schleppleine. 3mal haben wir schon Rehe gekreuzt und Maxim nahm kaum Notiz. Trotzdem, Maxim ist noch jung und sein Appell noch nicht gefestigt.
Das hat sich gerade heute gezeigt. Der Reiz der knapp vor uns vorbeipreschenden Rehe war enorm. Maxim stand kurz vor und ging sofort auf die Pirsch – mein Abruf kombiniert mit einem Schritt auf die Schleppleine holte Maxim sofort aus seinem Tun zurück. Wunderbar. Wäre da die sichere Leine nicht gewesen, ich bezweifle ob ich ihn genauso suverän und selbstsicher abgerufen hätte. Und das war wichtig. Beim dritten hinterher eilenden Reh konnte ich ihn bei mir gut mit einer Gehorsamsübung beschäftigen und ihm viel Lob schenken. Alles klar. |
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Mit 14 Monaten
Positives
Zu Hause ist er absolut friedlich und ruhig geworden, gliedert sich selbständig in den Tagesablauf ein und akzeptiert weitgehend unsere Hausregeln. Bin ich im Büro, schläft er dort auf seinem Platz. Er weiss, wann er an die Reihe kommt und wann nicht und das ist ganz toll so.
Für die Nacht hat er fast von selbst den Platz im Schlafzimmer aufgegeben und schläft nun vor der offenen Türe oder im Büro. Eine Bedingung: der Platz muss bequem und warm sein. Maxim weigert sich auf den harten, nackten Boden zu legen.
Draussen dreht er dann in sein normal hohes Temperament auf. Am Gehorsam wird jeden Tag gearbeitet und die Fortschritte sind sehr erfreulich und machen Spass. Nach wie vor spuren wir Fährten und Maxim lernt auch schon andere Bodenbeschaffenheiten wie Acker, Böschungen usw. kennen. |
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Die Suche nach verlorenen und versteckten Gegenständen (bis zu 4) liebt er über alles. Er bleibt mit ganz grossem Eifer drann und ist schnell. Die Aufgaben sind immer anderst: verloren auf Distanz, vergraben unter Laub oder Schnee, versteckt in Holzbeigen, auf Astgabelungen oder in Steingruben, unter Büschen auf der anderen Seite eines Baches usw. Die Gegenstände (auch schon Handschuhe) varieren und das einzige ist der vertraute Geruch. Ihm bei dieser Arbeit zu zu sehen, wie er selber nach Lösungen sucht um den Gegenstand apportieren zu können, ist fantastisch und begeistert uns beide gleichermassen. |
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Anstrengendes
Ablenkung ist die Schwäche von Maxim, dann vergisst er den Gehorsam gerne.
zB. wenn er partout jemanden begrüssen will, Spaziergänger, Nachbarn, Kollegen ganz egal. Da denkt man, jetzt alles im Griff zu haben oder sieht die Personen nicht kommen. Seine Reflexe sind so unheimlich schnell, das man leicht den Stand verliert (erlebt man dies nicht selbst, glaubt man es kaum). Der Ruck an der Leine von 25 kg ist auch nicht ohne.
Leider hat Maxim meist Erfolg, die Person fühlt sich geschmeichelt ob dem stürmischen Begrüssen-wollen und loben ihn mit Aufmerksamkeit und Entgegenkommen. Da komme ich mit der Bitte kurz zu warten bis er nicht mehr an der Leine zerrt und sich beruhigt hat, meistens zu spät. Schon geschehen und das nett gemeinte «er ist doch so herzens-freundlich und noch so verspielt jung» tröstet mich nur wenig über meinen Misserfolg hinweg.
Und mit jedem mal wird das abgewöhnen dieser Marotte schwieriger. |
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Mit 13 Monaten
Positives
Bis der Boden gefriert, spuren wir jede Woche eine Fährte. Maxim macht das prima. Winkel/Richtungswechsel und zwei Verweisstücke variieren den Schwierigkeitsgrad und machen die Arbeit abwechslungsreich. Maxim verweist bereits selbständig und geht wie ein Lift ins Platz – ganz toll. Danach ist er zu Hause immer sehr erfüllt und Kopfmüde. Er arbeitet eben unheimlich gerne mit der Nase, was mich sehr freut und ihn wieder freut. Ein positives und motivierendes «Ping-Pong».
Von anderen Hunden lässt er sich nun sehr gut abrufen, folgt auch schon bei grosser Ablenkung ohne Aufforderung meinen Fersen. Ich lasse ihn aber trotzdem nicht zu oft in den Hundetrubel (den wir an schönen Tagen hier oben haben). Denn zu schnell dreht er wieder in den roten Bereich. Isoliert wird aber nicht – weniger ist hier eben mehr.
Was wir an Konsequenz, Ausdauer und Geduld investiert haben, scheint jetzt doppelt zurück zu kommen und macht wirklich grosse Freude. |
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Belastendes
Wer den Steckbrief verfolgt, sieht wie die Arztbesuche zunehmen. Das ist wenig erfreulich und der nächste OP-Termin haben wir am Montag 20.11.06.
Maxim hat einen Murmel-grossen Hauttumor am rechten, hinteren Sprunggelenk. Erst hofften wir, dass es sich um einen harmlosen Jugend-Tumor (Histiozytom) handelt, doch sprach er auf die Medikamente nicht an und es entzündete sich. Nun schneiden wir ihn raus und lassen diesen im Labor untersuchen. |
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Tumor entfernt, Narbe verheilt und die Welt ist wieder in Ordnung.
Maxim freuts, denn er darf wieder ab der Leine und herumtoben. Auch wir können wieder in den Alltagsrhythmus zurück und ich bin wirklich froh, diese Sache als Jugend-Episode abzuhaken.
Die Zeit nach der Narkose, das Warten bis zum Laborbericht und die dauernde Wachsamkeit haben Energie gekostet. Dass es doch ein harmloses Histiozytom war, hat uns sehr erleichtert.
Es waren 14 lange Tage, mit kurzen Nächten, einem zappelnden und von Temperament überbordenden Hund, der nicht rennen durfte und schon gar nicht den Verband zerlegen. Wir haben unseren Alltag angepasst, ihm immer wieder Kopfarbeit gegeben, bei nassem Wetter zusätzlich Suchspiele im trockenen Keller und Garage organisiert und drei Fährten gespurt.
Die Aufregung ist vorbei, der 5 cm lange Narbenwulst wird sich legen und die Haare nachwachsen. Ich hoffe, für die nächste Zeit nicht mehr beim Tierarzt vorbei zu müssen. |
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Mit 12 Monaten
Positives
Maxim hat seinen ersten Geburtstag.
In der Schwarzwaldwoche beim Training von Theres Jans haben wir sehr viel gelernt. Die Weltmeisterin der Katastrophenhunde setzte ihr ganzes Können mit Fingerspitzengefühl ein. Maxim und ich erzielten gleich enorme Fortschritte. Bericht Schwarzwald PDF
In der Grundschule ist er nun den anderen beim Apportieren, Leinenführigkeit, Sitz-Platz-Bleib voraus. Grossen Eindruck machte mir seine Freude und Mühe bei der Fährte. Dazu ist diese Arbeit ruhig und deshalb ideal für ihn.
Das Abrufen klappt zur Zeit sehr gut. Sofortiges Wenden auf Pfiff oder Befehl «Kehren» wird mit einem Jackpot-Häppchen gross belohnt.
Anstrengendes
Wir sahen in der Trainingswoche wieder, dass Maxims Konzentration nur etwa für 20 Min. reicht. Danach lässt er sich nur noch Ablenken. Eine Schwäche von ihm. Revier-Arbeit ist deshalb nicht so ideal für ihn. Doch das kann sich ja noch ändern.
Spielt Maxim mit anderen Hunden, dreht er gerne in den roten Bereich und kann seinen Übermut nicht mehr zügeln. Ihn rechtzeitig zu bremsen ist wichtig, wollen wir ihn im gesamten zu mehr Ruhe und Gelassenheit bringen. Aus diesem Grund wird auch nicht mehr mit jedem Hund getobt. |
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Mit 11 Monaten
Positives
Maxim hat sich enorm positiv verändert.
Wir haben nachgeholfen und ihm seinen starken Sextrieb genommen. Der Entscheid der Kastration war schwer. Jetzt im Nachhinein war es das einzig Richtige.
Am Schluss war sein Trieb so extrem, Maxim begann unter seiner Liebeskrankheit zu leiden. Er heulte, scharrte alles unter sich und verstand nicht, warum die Beine der Gäste nicht für seine Befriedigungen zu haben waren. Auch wir litten. Und ich sah die gute Beziehung Mensch–Hund in Gefahr. Denn Maxim verstand nicht, warum ich seinen Trieb nicht tollerierte.
Nun kann er sich wieder konzentrieren, lässt sich auch von Hündinnen abrufen. Zu unserer Überraschung sind die anderen Hunde jetzt viel positiver auf ihn eingestellt und jagen ihn nicht mehr gleich zum Teufel.
Es ist einfach toll mit ihm etwas zu unternehmen. Er ist immer voll bei der Sache und in der Hundeschule ein richtiger Streber geworden. |
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Anstrengendes
Das fremde-Leute-Anspringen. Sobald entgegenkommende Hunde nicht Spielen wollen, versucht er es bei dem Herrchen. Voller Schwungkraft. Ich bleibe drann. |
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Mit 10 Monaten
Positives
Dank der Hormonspritze ist er wieder der alte Maxim. Da er sich immernoch sehr gerne von Spaziergängern, Hunden, Bikern locken lässt, haben wir eine neue Strategie entwickelt:
Drinnen fast keine – draussen viel Aufmerksamkeit.
Drinnen hat er es immernoch toll, doch ignorieren wir ihn wenn möglich. Mit dem Ziel, dass er die bekommene Zuwendung draussen viel mehr schätzt, sich freudig an unsere Fersen heftet und mehr bei der Sache ist.
Mit Erfolg (mir bricht es zwar fast das Herz, wenn er mich mit seinen treuseligen Augen um den Finger wickeln will). Dasselbe mit Spielen und Üben. Nach einer Woche konsequenter Handhabe, klappt das Abrufen wieder sehr erfreulich (9 von 10x). Er strengt sich draussen nun enorm an, man kann ihn sehr leise führen. Ein richtiger Aufsteller. Natürlich kriegt er drinnen auch wieder seine Streicheleinheiten und den ihm so wichtigen Körperkontakt. Aber eben sehr dosiert.
Wir werden über die weitere Entwicklung berichten. |
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Anstrengendes
Die ersten Wochen mit der Hormonspritze liessen uns richtig euphorisch werden. Doch die Freude hielt nicht lange. Er vergisst sich bereits wieder beim Duft einer wohl richenden Hündin. Auch auf dem Hundeplatz beim Training. Sein Liegeplatz muss täglich hinhalten.
Sein Appetit ist wieder fast null. Auch die Belohnungshäppchen kann er mitten in einer Übung einfach ausspucken. Fertig, mag nicht mehr.
Ob dies auf seine neuliche Darm-Grippe zurück zu führen ist, ist schwer zu sagen.
Seine Dominanz kann ganz schön fordern. Täglich machen wir ihm auch mit kleinen Dingen klar, wie die Rangordnung steht. Das ist nicht immer einfach und schon gar nicht bequem. Aber eben sehr wichtig. |
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Mit 9 Monaten
Positives
Er hat unheimlich viel Charme und sucht immer wieder Körperkontakt. Das «Gegenstände suchen» macht ihm eifrigen Spass, egal ob drinnen oder draussen. Besonders wenn die Aufgabenstellung immer eine andere ist.
Er ist äusserst intelligent was wir fördern. Kopfarbeit macht ihn zufrieden und ruhig, jedenfalls zu Hause (von den Pupertäts-Schüben einmal abgesehen).
Er ist eine ware Bereicherung und aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken. Ich liebe jegliche Beschäftigung mit und um ihn und vergesse gerne die Zeit dabei. |
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Mit anderen Hunden sucht er immer das Spiel und nervt damit schon mal Spielunfreudige. Kumpelhaft, fair und friedlich bleibt er aber immer.
Die Firma und das Wohnen/Leben ist eins und somit ideal. Maxim ist immer dabei und freut sich über jeden Gast und Kunden und weiss mittlerweile sympathische Distanz zu waren.
Er hat ein ausgesprochen freundliches Wesen und liebt sogar den Tierarzt. |
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Anstrengendes
Zur Zeit ist er mit seiner Pupertät beschäftigt und sehr anspruchsvoll.
Jaulen, bei seinen Decken oder Kissen aufspringen und scharren gehören zum Alltag und halten einem ganz schön auf Trab.
Zur Zeit findet er Leckerli keine Mühe wert. Beim Essen ist er genauso heikel.
Auf dem Hundeplatz still zu sitzen, ist ein kleines Drama für ihn, aus welchem Grund auch immer (war schon in der Welpenstunde so).
Er verlangt ein absolut ruhiges Arbeiten, locker und ohne Anspannung. Kein Stress und ohne Hektik. Ansonsten wird er fürchterlich zappelig.
Er lässt sich immernoch gerne von allem ablenken.
Spielt ein Hund mit ihm, hängt sicht Maxim an seine Pfoten und läuft mit. Grundbefehle und der gelernte Apell überhört er jetzt gerne. Ein echter Test an unsere Ausdauer und Konsequenz. |
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